Volksfest : Nordhausen feierte Rolandsfest
In Nordhausen hat das 44. Rolandsfest mit dem historischen Festumzug seinen Höhepunkt erreicht. Das Volksfest stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 1.085. Geburtstages der Stadt. Für die Besucher gab es an drei Tagen Musik, Tanz, Theater, ein Kinderfest und buntes Markttreiben.
Thema des Festumzuges war ein Streifzug durch die Geschichte Nordhausens von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Etwa 1.800 Bürger und zahlreiche Festwagen nahmen an dem Umzug teil. Angeführt wurde der Zug mit zahlreichen Festwagen und historischen Fahrzeugen vom Erbauer der Burg Nordhausen, König Heinrich I., und seiner Frau, der Domstifterin Mathilde - dargestellt von Laien-Schauspielern.
Auch die Stadt Sondershausen beteiligte sich an der Parade. Das Fürstenpaar des 17. Jahrhunderts - Fürst Christian Wilhlem von Schwarzburg-Sondershausen und seine Gemahlin Wilhelmine Christiane - präsentierten sich in einer Kutsche. In der Droschke saßen auch das Thüringentagpaar Maria und Thomas aus Schwarzburg-Sondershausen. Sie warben für den Thüringentag 2013 in Sondershausen.
Maskierte Rechte greifen Bürgermeister an
Zu einem Zwischenfall kam es am Rande des Volksfestes. Am Sonnabendnachmittag griffen maskierte Männer den Ordnungs-Bürgermeister Matthias Jendricke an. Nach Angaben der Polizei wurde es geschlagen und getreten und leicht am Bein verletzt. Zuvor hatte Jendricke fünf Männer mit weißen Masken, die ein Transparent mit der Aufschrift "Deine Demokratie bringt den Volkstod" hielten, angesprochen. Zwei von ihnen fielen über den Bürgermeister her.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um Vertreter der rechtsautonomen Gruppe "Die Unsterblichen" handelt. Auch die von den Maskierten verteilten Flyer hätten darauf hingedeutet. Polizeisprecher Thomas Soszynski sagte MDR THÜRINGEN, die Gruppe " Die Unsterblichen" sei in Nordhausen bisher noch nicht in Erscheinung getreten.
Der Roland
Der Roland ist seit Anfang des 15. Jahrhunderts das Wahrzeichen der Stadt Nordhausen. Die Figur ist ein Standbild eines Ritters mit Schwert in der Hand und wies der Stadt im Mittelalter die Bedeutung einer reichsfreien Stadt zu. Der Nordhäuser Roland befindet sich am Rathaus.

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