Handball | Champions League : THC weicht nach Nordhausen aus
Die Frauen des Thüringer Handballclubs tragen ihre Champions-League-Spiele in der kommenden Saison in Nordhausen aus. Das bestätigte THC-Präsident Karsten Döring MDR THÜRINGEN am Montag. Die Bundesliga-Halle in Bad Langensalza erfüllt nach wie vor nicht die technischen Voraussetzungen des europäischen Handball-Verbandes. Die Ersatzspielstätte der vergangenen Champions-League-Saison, die Riehtsporthalle in Erfurt, sei bereits für ein bundesweites Volleyball-Turnier des deutschen Nachwuchses reserviert.
Präsident von Stadt Erfurt enttäuscht
Döring kritisierte in diesem Zusammenhang die Stadt Erfurt. Er sehe es mit gemischten Gefühlen, wie die Stadt ihre Prioritäten setze. Diese habe dem Verein noch immer nicht zur gewonnenen Deutschen Meisterschaft am 19. Mai gratuliert, sagte Döring. Als Gegenbeispiel nannte er Ministerpräsidentin Lieberknecht, die bereits einen Tag nach dem Sieg dem Verein gratuliert habe. Döring warf der Stadt außerdem vor, sich zu sehr auf den Fußball zu konzentrieren und den Handball zu vernachlässigen. Gleichzeitig betonte er, von der Stadt Nordhausen "sehr offenherzig" empfangen worden zu sein.
Der Verwaltungsdirektor der Erfurter Sportbetriebe Jens Batschkus wies die Vorwürfe zurück. Dem MDR THÜRINGEN sagte er, die Anfrage der Volleyballer sei schon im letzten Jahr erfolgt. Zudem habe Oberbürgermeister Andreas Bausewein die Schirmherrschaft für den "Bundespokal Volleyball" übernommen. Es sei nicht möglich gewesen, diesen Wettkampf zu verlegen.
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