Internet-Kriminalität Ermittlungen gegen Thüringer wegen Download-Portal

Bei einer bundesweiten Razzia gegen Internet-Kriminalität sind auch drei Thüringer ins Visier der Ermittler geraten. Sie stehen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Verdacht, gemeinsam mit anderen Tatverdächtigen ein illegales Download-Portal betrieben und organisiert zu haben. Das Ermittlungsverfahren gegen die drei Thüringer ist von Hessen an die für Wirtschaftskriminalität zuständige Staatsanwaltschaft Mühlhausen abgegeben worden.

Bundesweit wird gegen 42 Personen ermittelt, darunter auch gegen vier Personen in Sachsen-Anhalt und eine in Sachsen. Ermittler hatten am Mittwoch und Donnerstag Wohnungen in 13 Bundesländern untersucht und dort Computer, Datenträger und Netzwerk-Infrastruktur sichergestellt.

Ein Mann benutzt die beleuchtete Tastatur eines Notebooks.
Durch illegale Downloads von Musik, Filmen und anderen Werken entstehen jährlich Millionenschäden. Bildrechte: dpa

Die Verdächtigen sollen im Internet Raubkopien von Kinofilmen, Filmserien, Musik, Software, Computerspielen und E-Books angeboten haben, ohne den Urhebern dieser Werke die dafür fälligen Tantiemen zu zahlen. Den Rechteinhabern sei dadurch ein Schaden von mindestens 2,9 Millionen Euro entstanden, so die Frankfurter Ermittlungsbehörde. Zuletzt habe das Download-Portal 27.000 Mitglieder umfasst.

Hauptbeschuldigte in dem Ermittlungsverfahren sind vier Männer und eine Frau aus Hessen. Einer von ihnen, ein 49 Jahre alter Mann aus dem Wetteraukreis, soll als Administrator für den technischen Betrieb des Portals verantwortlich gewesen zu sein. Für das Portal sollen den Ermittlungen zufolge Server in den Niederlanden und Frankreich genutzt worden sein. Das Portal sei am 8. November abgeschaltet worden, so die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 10. November 2017 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 11:06 Uhr

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2 Kommentare

10.11.2017 15:05 Contentmafia 2

Haben die Ermittler keine anderen Sorgen? Wem schadet es denn in Wirklichkeit? Die Produzenten die sowieso schon zu den Reichsten Menschen der Erde gehören, oder den Schauspielern, die auch alle mindesten 4 Strandhäuser haben und nicht wissen wohin mit dem Geld? Sicher gibt es ein Urheberrecht, dies sollte jedoch von Grund auf neu geregelt werden.

10.11.2017 12:50 Hinz und Kunz 1

2,9 Millionen sind Peanuts, wenn man sich mal die Summen anschaut, die durch Steuerverschwendung, Steuervermeidung, Steuerhinterziehung, exorbitante Abgeordnetendiäten, Fußballergehälter, Gehälter und Pensionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und vieles andere, zustande kommen.

Natürlich ist die Verbreitung von Raubkopien ein Verbrechen, aber es gibt an so vielen Stellen Raubbau, der weit über den oben geschilderten Fall hinaus geht. Das sollte man nicht vergessen.

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