Thüringen

MDR THÜRINGEN : Ohoven kritisiert Beschlüsse zur Euro-Schuldenkrise

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft hat die geplanten Beschlüsse zur Euro-Schuldenkrise kritisiert. Verbands-Präsident Mario Ohoven sagte MDR THÜRINGEN, der europäische Stabiliäts-Mechanismus ESM sei ein Schulden-Verschiebe-Bahnhof. Man lehne den ESM daher ab. Der Bundestag soll noch in dieser Woche über den ESM und den sogenannten Fiskalpakt abstimmen.

"Haftungsrisiken gigantisch" - prinzipielles Ja zum Euro

Ohoven kritisierte vor allem die "gigantischen Haftungsrisiken" für die Bundesrepublik. Deutschland bürgt bei der Euro-Rettung mit bis zu 310 Milliarden Euro. Nach Angaben von Ohoven sind über 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen im Bundesverband dafür, den Euro beizubehalten. Allerdings seien auch 60 Prozent der Meinung, dass einige Länder aus der Euro-Mitgliedschaft ausscheiden müssten. Ohoven erwartet, dass die Konjunktur in Europa kurz- und mittelfristig eher schwächeln wird. Dafür werde aber die Nachfrage aus außereuropäischen Ländern stark sein, so dass die deutschen Unternehmen über die Runden kämen. Die eher klein- und mittelständisch geprägte Thüringer Wirtschaft sieht Ohoven auch gut gerüstet. Allerdings würden die Unternehmen im Freistaat zunehmend unter dem Fachkräftemangel leiden.

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2012, 21:42 Uhr

1. HansMeiser:
Der Lobbyist Ohoven hatt bezüglich der wahnsinnigen ESM Politik ausnahmsweise recht. Ansonsten ist Herr Ohoven ein Lobbyist für Leiharbeit und Dumpinglöhne.
29.06.2012
11:11 Uhr

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