Thüringen

Doppeljubiläum : Eisenacher Opelwerk wird 20

Eisenach ist eine alte Automobilbauer-Stadt. Vor mehr als 100 Jahren wurden hier die ersten Wartburg-Motorwagen produziert. Seit nunmehr 20 Jahren laufen Opel vom Band. Auch die Thüringer bekommen die Krise der Automobilindustrie zu spüren, setzen nun aber alle Hoffnungen auf den "Adam", das neue Stadtauto in der Modellfamilie.

Opel Adam auf Produktionslinie im Opel-Werk Eisenach

Opel Eisenach feiert zweifach - das 150-jährige Bestehen des Unternehmens und den 20. Geburtstag des Opel-Werks in Thüringen. Aus diesem Anlass veranstaltete der Autobauer am Sonnabend in Eisenach einen Tag der offenen Tür. Dabei konnten die Besucher das Montagewerk genau unter die Lupe zu nehmen. Bei einer vierstündigen Führung wurden sie bei laufender Produktion durch Lackiererei, Rohbau und Endmontage geführt.

Das Opelwerk war im September 1992 eröffnet worden. Die Absatzkrise der Auto-Hersteller in Europa geht aber auch an diesem modernen Werk nicht vorbei: Die rund 1.600 Mitarbeiter begehen das Jubiläum mit Kurzarbeit. Ab 2013 soll zudem die Nachtschicht wegfallen. Alle Hoffnungen liegen nun auf dem neue Stadtauto "Adam". Der Neuling in der Opel-Modellfamilie konnte ebenfalls besichtigt werden. Mehr Arbeitskräfte werden dafür nicht gebraucht, aber vielleicht sichert der Wagen die Jobs der jetzigen Mitarbeiter.

Minister Machnig spricht Mitarbeitern Mut zu

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) äußerte sich optimistisch. Das Werk bekomme mit dem neuen Modell eine langfristige Perspektive, sagte er anlässlich des Festaktes. Der Neue werde nur in Thüringen gebaut. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal, das durch schwierige Zeiten helfen könne.

Galerie: 20 Jahre Opel Eisenach

Lackiererei auf dem Werksgelände im Opel-Werk Eisenach Opel-Designer Nils Loeb stellt beim Festakt den neuen Adam vor Der Opel Adam rollt zum vorseriellen Bandablauf

Eisenach hat eine lange Tradition im Automobilbau. 1898 wurden hier die ersten Wartburg-Motorwagen hergestellt. Anfang der 1990er-Jahre lief der "Vectra" vom Band, jetzt der "Adam". Ein Blick in den Rückspiegel... [Bilder]


Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2012, 21:31 Uhr

4. carwash:
Bisher hatten nur wenige die Möglichkeit im Adam zu sitzen. Wer hier über Innenraumgröße mault war sicherlich noch nicht dabei! Adam ist das tollste, was in Eisenach in den letzten 60 Jahren gebaut wurde. (die Vorkriegsära mal ausdrücklich ausgenommen= BMW 328!) Ein echter Herzensbrecher!
08.10.2012
11:44 Uhr
3. Sebastian:
@1: früher in der Pappe war das auch kein Problem. Nicht nur die Autos, sondern auch die Ansprüche wachsen ins Unermessliche. Was mich aber viel eher erzürnt: Wenn Opel mit dem Auto ein historisches Zeichen setzen will, wieso wird die Knutschkugel dann als "Ädäm" vermarktet, und nicht als Adam, wie er geschrieben wird? Oder hat das auch wieder GM aufdiktiert? Äußerst peinlich!
07.10.2012
13:01 Uhr
2. hmüller:
Sicher ein Vorwand, um Eusenach all,ählich abzuwickeln. Wer soll da drin sitzen? im übrigen " Ädäm " - Adam Opel dreht sich im Grab rum
06.10.2012
20:50 Uhr
1. Markus:
Dieser "Adam" ist so klein - ein Mensch wie ich kann dort kaum sitzen! Ist das wirklich ein PKW oder nur eine Parodie?
06.10.2012
11:18 Uhr

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