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TFF in Rudolstadt

Fast 70.000 Besucher bei Weltmusikfest

TFF, Rudolstadt; Rechte: MDR/Trepte
Das TFF 2009 in Rudolstadt

Mit einem neuen Besucher-Rekord ist das Tanz- und Folkfestival (TFF) in Rudolstadt am Sonntag zu Ende gegangen. Knapp 70.000 Gäste seien seit Freitag zum Festival der Weltmusik gekommen, teilten die Veranstalter mit.

Mehr als 1.200 Künstler aus 40 Ländern waren in Rudolstadt aufgetreten. Länderschwerpunkt war in diesem Jahr Russland. So gab etwa das "Moscow Art Trio" mit den Thüringer Symphonikern ein Konzert, aus Sankt Petersburg waren Puppenspieler angereist. Der Weltmusikpreis "RUTH" ging in diesem Jahr unter anderem an den bayerischen Reggae-Songwriter und Musiker Hans Söllner.

Kritische Töne

Während die Veranstalter ihr Musikfestival als "rundum gelungen" bezeichneten, gab es im Publikum auch Kritik, etwa dass die musikalische Bandbreite nachgelassen habe. Und so sehr sich die Veranstalter über steigende Besucherzahlen freuen können – Probleme gibt es genug: Einen Rekordwert meldeten sie schließlich mit gut 1,5 Millionen Euro auch bei den Kosten.

Zudem drängten knapp 9.500 Besucher auf den Campingplatz auf den Wiesen an der Saale, so viele wie nie zuvor. "Die Kapazitäten sind an eine Grenze gestoßen", räumte Festival-Direktor Ulrich Doberenz ein. Auch bringt das Festival für Rudolstadt selbst viel Unruhe. Tausende nehmen die kleine Stadt in Beschlag, Parkplätze sind überfüllt und Straßen gesperrt. Die Bürger haben nur die Wahl mitzufeiern oder an jedem ersten Juli-Wochenende wegzufahren. Auch dieses Jahr aber habe es, abgesehen von kleineren Diebstählen und einer Schlägerei, kaum Probleme dieser Art gegeben, berichtete die Polizei.

Nach Angaben der Veranstalter ist das Weltmusikfest das größte seiner Art in Deutschland. Seine Wurzeln liegen in der DDR. Seit den 1950er-Jahren war das ideologisch überfrachtete "Fest des Deutschen Volkstanzes" in Rudolstadt gefeiert worden. Nach der Wende wagte man den Neuanfang.

Zuletzt aktualisiert: 06. Juli 2009, 14:55 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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