Ost-Thüringen

Schadenersatzklage : Altenburgs Ex-Oberbürgermeister vor Gericht

Das Verwaltungsgericht Gera verhandelt seit Montag über eine Schadenersatzklage gegen den früheren Oberbürgermeister von Altenburg, Johannes Ungvári. Die Kommune fordert von dem CDU-Politiker rund 1,5 Millionen Euro, wie Gerichtssprecher Bernd Amelung dem MDR THÜRINGEN sagte.

Ungvári soll in den 1990er-Jahren im Zusammenhang mit der Übertragung von mehreren Hundert Wohnungen auf eine Gesellschaft mit städtischer Beteiligung einige Pflichtverletzungen begangen haben. So soll er die Gründung der Gesellschaft nicht beim Landesverwaltungsamt beantragt haben und von diesem auch keine Genehmigung für das Geschäft erhalten haben. Außerdem soll Ungvári Bürgschaften der Altenburger Stadtwerke für Darlehen an das finanziell klamme Unternehmen durchgesetzt haben, das im Jahr 1995 rund 500 Wohnungen von der Stadt übernommen hatte.

Bereits vor einigen Jahren hatten die Staatsanwaltschaften Mühlhausen und Gera gegen Ungvári und einen Geschäftsführer der Altenburger Stadtwerke wegen Untreueverdachts ermittelt. Der damalige Oberbürgermeister soll im Oktober 1998 veranlasst haben, dass die Stadtwerke eine Bürgschaft für einen Kredit über knapp fünf Millionen Euro übernahmen, den die W.K. Wohn- und Kommunalbau Altenburg GmbH erhalten hatte. Diese Bürgschaft hätte das Unternehmen nach Ansicht der Ermittlungsbehörden jedoch nicht übernehmen dürfen.

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2013, 14:48 Uhr

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