Ost-Thüringen

Investition : Altenburg bewirbt sich als Gefängnisstandort

Die Stadt Altenburg will Gefängnisstandort werden. Hintergrund sind Pläne der CDU-SPD-Koalition, in Ostthüringen eine neue Justizvollzugsanstalt zu bauen. "Wir könnten uns das sehr gut in Altenburg vorstellen", sagte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). "Ein solcher Gefängnisbau bringt neben Investitionen in die Infrastruktur Aufträge mit sich für Dienstleistungen, Handel, Handwerk und Gewerbe."

Zudem würden dadurch Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst in der Stadt geschaffen werden. Das sei gerade für eine Region mit hoher Arbeitslosigkeit wie dem Altenburger Land wichtig.

Die Ostthüringer Kreisstadt mit rund 36.000 Einwohnern kann einen rechtskräftigen Bebauungsplan vorweisen. Dieser sei im Jahr 2000 eingefroren worden, als sich Altenburg schon einmal um einen solchen Bau bemüht hatte, aber nicht zum Zug gekommen war, erklärte Wolf. Als Standort für das Gefängnis hat Altenburg ein Areal im Norden der Stadt zu bieten.

Thüringens Gefängnisse sind überbelegt. Drogen und Gewalt stehen auf der Tagesordnung. Auch die medizinische und therapeutische Versorgung gilt als mangelhaft.

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2010, 12:39 Uhr

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