Ankersteine aus Rudolstadt
Liebhaber für Ankersteine gibt es weltweit. Die Awo Rudolstadt hat die traditionsreiche Spielzeugmarke vorerst gerettet. Bildrechte: IMAGO

Traditionsunternehmen gerettet Awo Rudolstadt übernimmt Spielzeugmarke Ankersteine

Die Arbeiterwohlfahrt in Rudolstadt hat die Spielzeugmarke Ankersteine übernommen. Damit ist die traditionsreiche Marke vorerst gerettet.

Ankersteine aus Rudolstadt
Liebhaber für Ankersteine gibt es weltweit. Die Awo Rudolstadt hat die traditionsreiche Spielzeugmarke vorerst gerettet. Bildrechte: IMAGO

Die Arbeiterwohlfahrt in Rudolstadt hat die Spielzeugmarke Ankersteine übernommen. Awo-Geschäftsführer Hans-Heinrich Tschoepke sagte MDR THÜRINGEN, der Verband habe eine neue Firma unter dem Namen Ankerstein GmbH gegründet, die das Geschäft mit etwas anderer Philosophie fortsetzen solle. Damit werde die traditionsreiche Rudolstädter Marke gerettet.

Die Ankersteine sind auf dem globalen Spielzeugmarkt ein Nischenprodukt. Als solches will man es den Angaben zufolge künftig vermarkten. Awo-Geschäftsführer Tschoepke sei um Rat gebeten worden, als die bisherigen Firmenbetreiber nicht weitermachen wollten. Seit April feilte er an einer Möglichkeit, und machte einen so genannten Asset-Deal. Lediglich die Marke sowie Lagerbestände, Maschinen und Werkstoffe kaufte die Awo für einen niedrigen fünfstelligen Betrag und gründete damit vergangenen Montag die Ankerstein GmbH. Vier Mitarbeiter sollen den Angaben zufolge zunächst den Verkauf bedienen.

Die Ankerstein-Baukästen aus Rudolstadt waren im späten 19. Jahrhundert populär geworden. Die DDR stellte die Produktion 1963 ein. 1995 versuchten Liebhaber der Bauklötzchen mit finanzieller Unterstützung des Landes einen Neustart. Das Geschäft entwickelte sich aber nicht gewinnbringend. Mit der Übernahme wurde ein Ende der traditionsreichen Spielzeugherstellung in Rudolstadt abgewendet.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN | Das Radio | Nachrichten | 29.06.2017

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2017, 16:33 Uhr

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1 Kommentar

29.06.2017 17:27 Jürgen 1

Denke nicht, dass es Aufgabe der AWO ist ein solches Geschäft zu betreiben. Anders könnte es aussehen, wenn man eine Fertigung in Form/ im Rahmen einer geschützten Werkstatt durchführt.

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