Dornburg : Renaissance-Schloss soll saniert werden
Vor gut zehn Jahren war das Dornburger Rokoko-Schloss saniert worden. Jetzt soll das Renaissance-Schloss generalüberholt werden. Sechs Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Doch bevor mit den Bauarbeiten losgelegt werden kann, müssen eine Planung und schließlich Fördermittel her.
Das Renaissance-Schloss aus dem Ensemble der Dornburger Schlösser soll in den kommenden Jahren einer gründlichen Kur unterzogen werden. Wie die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mitteilte, sind sowohl Außen- als auch Innensanierungen geplant. Zudem soll es künftig einen Fahrstuhl geben, der die Geschosse barrierefrei zugänglich macht.
Darüber hinaus soll auf einer ehemaligen Weinbergterrasse westlich des Schlosses ein gläsernes Café in einem Neubau entstehen. Geplant ist es auch, eine einst entfernte neugotische Treppe zu rekonstruieren. Zudem sollen der Museumsladen und der Besucherempfang im Erdgeschoss des Renaissance-Schlosses noch erweitert werden.
Stiftungsdirektor Helmut-Eberhard Paulus veranschlagte die Gesamtkosten für die Generalsanierung auf rund sechs Millionen Euro. Bis Jahresende solle die Entwurfsplanung vorliegen, damit dann Drittmittel für das Projekt eingeworben werden können. Aus Stiftungsmitteln allein sei es nicht zu finanzieren, erklärte Paulus. Einen genauen Zeitplan für die Sanierungsarbeiten gebe es noch nicht.
Beliebtes Ausflugsziel über der Saale
Die drei Dornburger Schlösser samt Park hoch über dem Saaletal sind ein beliebtes Ausflugsziel. Das Alte Schloss gehört schon länger der Schlösserstiftung, Renaissance- und Rokoko-Schloss waren Ende 2008 im Tausch gegen das Weimarer Residenzschloss von der Klassik Stiftung zur Schlösserstiftung gewechselt. Den Angaben nach locken die Schlösser jährlich mehr als 20.000 Besucher an. Im Renaissance-Schloss befindet sich auch eine Goethe-Gedenkstätte. Der Dichter soll Quartier in den Schlössern bezogen haben, wenn er Amtsgeschäfte in der Gegend zu erledigen hatte.




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