Ost-Thüringen

Kunsthaus Gera : Ausschreibung für Dix-Museum gescheitert

Die Suche nach einem privaten Investor für das geplante Otto-Dix-Museum in Gera ist gescheitert. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Viola Hahn hat sich bei einer bundesweiten Ausschreibung kein Geldgeber gefunden.

Allerdings seien drei Angebote für die leerstehende ehemalige Landeszentralbank eingegangen, in die das neue Museum einziehen sollte. Ein Angebot habe vorgeschlagen, ein öffentlich-privates Museum in dem Haus einzurichten. Dies sei aber durch die desolate Haushaltslage der Stadt nicht möglich. Die beiden anderen Interessenten hatten vorgeschlagen, aus dem Bankgebäude eine Bildungseinrichtung oder ein Rechenzentrum zu machen. Weitere Details wollte die Oberbürgermeisterin nicht nennen, da von den Interessenten noch keine Einwilligung eingeholt werden konnte.

Stadtrat muss nun entscheiden

Nun muss der Stadtrat entscheiden, wie es mit dem Projekt weitergeht. Verabschiedet er sich von den Kunsthaus-Plänen, muss ein komplett neues Museumskonzept erarbeitet werden. Die geliehenen Dix-Bilder könnten dann in anderen städtischen Museen gezeigt werden.

Seit Jahren gibt es in Gera Pläne, das frühere Gebäude der Landeszentralbank in ein Dix-Museum umzuwandeln. Für den Umbau wurden acht Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt konnte allerdings ihren Eigenanteil auf Grund der schlechten Haushaltslage nicht aufbringen. Deshalb wurde das Projekt nun bundesweit ausgeschrieben. Als Mindestgebot waren vier Millionen Euro gesetzt worden. Damit wollte sich die Stadt auch von den laufenden Kosten für die Immobilie freimachen, die mit bis zu 200.000 Euro jährlich angegeben werden.

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2012, 22:03 Uhr

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