Nachrichten Ost-Thüringen um 14:30 Uhr


Erfurt/Jena: Hochschulen hoffen auf Förderung

Sechs Thüringer Hochschulen stehen im Rennen um eine Millionenförderung aus dem Bund-Länder-Programm «Innovative Hochschule». Es seien fünf Anträge aus dem Freistaat eingereicht worden, teilte das Wissenschaftsministerium mit. Ein Antrag stammt gemeinsam von Universität und Fachhochschule in Jena. Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, soll im Sommer fallen. Die Gewinner werden von Bund und Ländern ab 1. Januar 2018 über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 550 Millionen Euro gefördert.


Jena: Uniklinikum gründet Lungen-Zentrum

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat ein "UniversitätsLungenZentrum" gegründet. Damit reagiert das Klinikum auf die seit Jahren steigende Zahl von Menschen mit Lungenerkrankungen. Im neuen Zentrum sei die medizinische Kompetenz im Bereich Lungenerkrankungen fächerübergreifend gebündelt, teilte das Klinikum mit. Lungen-Spezialisten arbeiten unter anderen mit Herzchirurgen und Kinderärzten zusammen - etwa bei gemeinsamen Visiten und Fallbesprechungen. Das fächerübergreifende Arbeiten sei auch für die Medizinerausbildung wichtig. Denn sie orientiert sich nun an der jeweiligen Lungenerkrankung des Patienten und nicht wie bisher an der jeweiligen Disziplin wie Chirurgie oder Innere Medizin. Am Universitätsklinikum Jena werden jährlich mehr als 8.000 Menschen mit Lungenerkrankungen behandelt.


Saalfeld: Jugendlicher randaliert in Asylunterkunft

Ein Jugendlicher hat in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Saalfeld randaliert und einen Mitbewohner verletzt. Laut Polizei kam der 17-Jährige in der Nacht zum Mittwoch betrunken in die Unterkunft zurück. Offensichtlich frustriert darüber, dass die Küche bereits geschlossen war, warf er Stühle und Schränke um und zerschlug Geschirr sowie eine Thermoskanne. An dem heißen Inhalt verbrühte sich ein weiterer Bewohner der Unterkunft. Er musste ambulant behandelt werden. Die Polizei nahm den Randalierer mit 1,2 Promille Alkohol im Blut in Gewahrsam. Gegen ihn wird jetzt wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung und fahrlässige Körperverletzung ermittelt. Nach ersten Schätzungen entstand Sachschaden von mehreren Hundert Euro.


Greiz: Krötenwanderung - Behörde mahnt zur Vorsicht

Kröten, Frösche und Molche kehren derzeit auch im Landkreis Greiz an ihre Laichgewässer zurück. Besonders bei Regen könne es zu Massenwanderungen über die Straßen kommen. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Greiz mahnt die Autofahrer deshalb zu besonderer Vorsicht. In der Greizer Region seien flächendeckend Erdkröten zu finden. Im Gebiet von Ronneburg bis Pölzig hätten sogar die seltenen Kreuz- und Wechselkröten ihre Heimat gefunden. Laut Naturschutzbehörde haben freiwillige Helfer mittlerweile sechs Zäune aufgestellt, etwa in Hirschfeld, Bad Köstritz und Waltersdorf. Gesucht würden Helfer, die die Kröten einsammeln und über die Straße tragen.


Jena: Neue Generation für digitales Antennenfernsehen

Im Großraum Jena hält eine neue Generation des digitalen Antennenfernsehens Einzug. Am Mittwoch verabschiedet sich der bisherige Fernseh-Standard DVB-T. Nachfolger ist der Standard DVB-T2 HD. Wie die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) mitteilte, werden in Jena und Umgebung nach der Umstellung um 12 Uhr rund 40 öffentlich-rechtliche und private HD-Programme ausgestrahlt. Doch hochauflösendes Antennenfernsehen kann nur genießen, wer ein modernes TV-Gerät oder einen speziellen Receiver mit dem grünen DVB-T2 HD-Logo hat. Ansonsten bleibt der Bildschirm dunkel. Die meisten Privatsender sind nach der Umstellung nur noch verschlüsselt und gegen eine Jahresgebühr von 69 Euro zu empfangen. Alternativen zum Antennenfernsehen sind nach wie vor der Empfang per Satellit, das Kabelfernsehen und auch Internetfernsehen bei einem schnellen DSL-Anschluss. Laut Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) senden alle anderen Senderstandorte in Thüringen bis auf weiteres die Programme im bisherigen Standard DVB-T.


Altenburg: Landesgartenschau spaltet Stadt

In Altenburg wird um eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2024 gestritten. Bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend sprachen sich zwar alle Stadtratsfraktionen außer der SPD für eine Bewerbung aus. Fraglich ist jedoch, wie die Stadt die knapp 12 Millionen Euro Eigenkapital für die Gartenschau aufbringen will. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) sagte vor rund 50 Zuhörern, er wolle die Stadt nicht in ein finanzielles Abenteuer bringen. Die Fraktionschefs von CDU, Linken, Pro Altenburg und Grüne verwiesen auf die Chancen, die Stadt durch Fördermittel des Landes attraktiver zu gestalten und Touristen anzuziehen. Altenburg plant die Landesgartenschau 2024 unter dem Motto "Blaue Flut und Rote Spitzen" mit drei sogenannten Kernzonen zwischen Großem Teich und Schlossgarten. Insgesamt soll das Projekt knapp 42 Millionen Euro kosten. Der Stadtrat will noch diese Woche über eine Bewerbung entscheiden.


Altenburg: Landkreis hebt Stallpflicht auf

Der Kreis Altenburger Land hat die Stallpflicht für Geflügel aufgehoben. Laut Landratsamt ist es ab sofort den Geflügelhaltern wieder erlaubt, an Geflügelmärkten, Geflügelausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Allerdings sollen Geflügelhalter ein Bestandsregister führen und Wildvögel von Futter und Einstreu fernhalten. Vor zwei Wochen war die landesweite Stallpflicht gelockert worden. Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen in ganz Thüringen deutlich beruhigt.


Eisenberg: Deutsche Bank zieht aus der Stadt

Die Filiale der Deutschen Bank in Eisenberg wird komplett geschlossen. Laut OTZ hat das Geldinstitut etwa 4.000 Kunden aufgefordert, für Beratungen künftig nach Gera oder Jena zu fahren. Währenddessen verzeichnet die Volksbank Eisenberg mehr Kontoeröffnungen, will diese allerdings nicht nur dem Weggang des Konkurrenten zuschreiben. Eine Gesetzesänderung hatte zuletzt den Wechsel der Bank für Kunden erleichtert. Bei Sparkasse und Volksbank halte man es offiziell für keine gute Sache, dass die Deutsche Bank in Eisenberg schließt, so die die OTZ. Gleichzeitig lobten beide Banken die Entwicklung der Kreisstadt und sicherten zu, man werde sich auf keinen Fall selbst zurückziehen.

Zuletzt aktualisiert: 29. März 2017, 14:45 Uhr