Ost-Thüringen

Zwangsversteigerung : Rudolstadt-Center geht an die Kreissparkasse

Das Einkaufszentrum "Rudolstadt-Center" bleibt in regionalen Händen. Bei der Zwangsversteigerung erhielt eine Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt am Mittwoch den Zuschlag. Das Gebot lag bei 2,55 Millionen Euro. Nach Angaben des Amtsgerichts Rudolstadt hatte es drei Interessenten gegeben. Das Mindestgebot habe bei 2,5 Millionen Euro gelegen.

Das Rudolstadt-Center wurde 1995 eingeweiht und sollte ursprünglich am Rande des Boulevards die Innenstadt beleben. Der Gebäudekomplex umfasst 19 Gewerbeeinheiten. Diese sind derzeit aber nur zu einem geringen Teil an Geschäfte oder Unternehmen vermietet. Vor allem in den oberen Etagen stehen die meisten Räume leer. Im Jahr 2000 wurde das Center unter Zwangsverwaltung gestellt. Nun ließ es der Gläubiger, die Landesbank Hessen-Thüringen, versteigern. Der Käufer will jetzt zunächst ein Konzept erarbeiten, wie mehr Ladenfläche vermietet werden kann und damit auch wieder mehr Kunden in die Passage gelockt werden.

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2012, 18:43 Uhr

2. Bäckerei Hauboldt:
Ich kann Frau Vogler nur bstätigen. Ich werde Ende nächsten Jahres meine Bäckerei schließen.Dann gibt es in Rudolstadt nur noch Bäckerei. Ich bin der letzte von den alten. Ich habe in den letzten 4 Jahren 10 Geschäfte , die ich beliefert habe, verloren, durch pleite oder Aufgabe mangels Umsatz. (Abwanderung) Selbst für Rudolstadt kommt die Verkehrsanbindung zu spät. Der Verlust des Kreisstadtstatus war füßr Rudolstadt das AUS!!!
28.06.2012
03:11 Uhr
1. Karin Vogler:
Wenn Rudolstadt eine bessere Anbindung an die umliegende Region hätte, würden sich hier u.a. auch im RU-Center sowohl mehr Händler und weitere Gewerbetreibende ansiedeln, alsauch Kunden und Interessenten einfinden. Aber solange die B88/B85 einspurig durch RU verlaufen, nur noch selten Züge am Rudolstädter Bahnhof halten und alle umliegenden Autobahnen erst nach 45 Minuten oder noch längerer Fahrzeit erreichbar sind, wird das wohl nicht nur weniger Leute anziehen, sondern auch die Zahl der Einwohner und Gewerbeansiedlungen in RU noch verringern helfen. Die umliegenden langwierigen Baustellen und Umleitungen sorgen leider für zusätzlichen Abbruch. Auch dadurch umfahren viele potentielle Touristen Rudolstadt weiträumig. Wenn die Anbindung an die A71 über die B90n nicht bald erfolgt, bleibt nicht nur das Rudolstadt-Center leer.
27.06.2012
18:28 Uhr

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