Ost-Thüringen

Prozess : Ex-Schumann-Reisen-Chef muss erneut vor Gericht

Das Verfahren gegen den einstigen Inhaber von Schumann-Reisen wird noch einmal neu aufgerollt. Wie ein Sprecher des Landgerichtes Mühlhausen MDR THÜRINGEN sagte, sind für den Berufungsprozess 23 Verhandlungstage geplant. Das seien außergewöhnlich viele Tage für die zweite Instanz, sagte Gerichtssprecher Jürgen Schuppner. Verhandelt werden soll vom 18. Februar bis 3. Juni.

Der Angeklagte und sein Anwalt im Gerichtssaal
November 2011: Thomas Schumann vor dem Amtsgericht Gera

Im November 2011 war der Inhaber des Reiseunternehmens, Thomas Schumann, nach nur einem Verhandlungstag vom Amtsgericht Gera wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Untreue und Datenfälschung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Daraufhin war er in Berufung gegangen. Schumann-Reisen mit Sitz in Triptis gehörte einst zu den größten Thüringer Reiseveranstaltern. Wegen Zahlungsunfähigkeit war gegen das Unternehmen Ende 2010 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Forderungen der mehr als 1.000 Gläubiger liegen nach Angaben der zuständigen Insolvenzverwalterin bei mehr als 13 Millionen Euro.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2013, 11:53 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK