Ost-Thüringen

Remptendorf : Turbo-Stromleitung ist am Netz

Die bislang einzige Starkstromtrasse zwischen Thüringen und Bayern kann jetzt mehr leisten. Bei Remptendorf im Saale-Orla-Kreis hat Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler am Dienstag einen überarbeiteten Abschnitt in Betrieb genommen. Er ist bis zur Landesgrenze für sieben Millionen Euro mit sogenannten Hochtemperatur-Leitungen verstärkt worden. Dadurch soll mehr Strom aus Windkraft und Sonnenenergie nach Süddeutschland fließen können.

Wie der Netzbetreiber, die 50Hertz Transmission GmbH, mitteilte, steigt die Leistung der Trasse dank der Hochtemperaturseile von 1.800 auf 2.100 Megawatt. Dadurch werde ein Engpass im Netz beseitigt. Zunächst sei die Trasse bis zur Landesgrenze nach Bayern aufgerüstet worden, später soll auch der Abschnitt von dort bis ins bayerische Redwitz folgen. Den Angaben zufolge ist die Stromtrasse derzeit eine der am stärksten belasteten überregionalen Leitungen im deutschen Stromnetz.

Zum Gelingen der Energiewende drängt Rösler auf schnelleren Netzausbau

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) trägt  in Remptendorf in der Nähe von Schleiz bei der Inbetriebnahme eines neuen Hochtemperaturleiterseils vor einer Hochspannungsleitung des Netzbetreibers 50Hertz Transmission einen Helm mit dem Logo des Netzbetreibers.
Rösler drängt auf einen schnellen Netz-Ausbau.

Rösler erklärte, mit der neuen Hochtemperaturtechnik für die 380-Kilovolt-Leitung betrete man Neuland. Aber das sei ein wichtiger und vor allem schneller Schritt bei der weiteren Umsetzung der Energiewende. Gleichzeitig drängte der FDP-Politiker auf einen schnelleren Ausbau der Stromnetze. Er sagte: "Ich würde mir wünschen, dass die unterschiedlichen Genehmigungsverfahren zwischen den Bundesländern schnellstmöglich vereinheitlicht werden."


Im Zuge der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende muss das Stromnetz in Deutschland weiter aus- beziehungsweise umgebaut werden. Die Pläne sehen vor, die zentral verteilten Atomkraftwerke abzuschalten und durch umweltschonende dezentrale Anlagen zu ersetzen. Netzbetreiber gehen davon aus, dass das Netz mehr Leistungskapazitäten benötigt, wenn künftig etwa Windkraft-Strom von Norddeutschland nach Süddeutschland transportiert werden muss. Allerdings ist dieser Ausbau in einigen Regionen umstritten.

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2012, 22:36 Uhr

5. UR:
Das würde dann auch die Sache erklären, warum die Netzbetreiber dann auch mehr Geld haben wollen für die Durchleitung, warum muß der Verbrucher für die Erneuerung der Netze zahlen wenn die Netzbetzreiber schon einen Haufen Geld für den Transport erhalten? Jedes vernünftige Unternehmen investiert aus den Einnahmen und läßt nicht durch eine Preiserhöhung sich das bezahlen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln Herr Rösler und Herr Altmeier! Diese Supraleiter sind schön und gut, aber wenn das mit den 30% Verbrauchsaufwand stimmt ist das ja eine fast Plus-Minus-Null-Rechnung, wer kommt auf so einen Unfug?
06.12.2012
16:04 Uhr
4. Julius van Lieshout:
Man soillte doch mal den Begriff "Hochtemperatur-Stromleitung" erklären und die Verbraucher nicht für ganz so dumm verkaufen. Hochtemperatur-Stromleitung bedeutet, dass das Stromkabel mittels flüssigem Stickstoff bis auf niedriger als -140 Grad, jawohl minus !, abgekühlt werden muss. Die Herunterkühliung auf diese tiefe Temperatur kostet ca. 30 % des durchgeleiteten Stroms. Im Vergleich zur normale Hochspannungsleitungen ist dies ein Vielfaches an Energieverlust. Wann hört endlich die Verdummung der Stromverbraucher auf?
05.12.2012
23:02 Uhr
3. gitte:
UR: wie wahr gesprochen. - Den Zirkus kann keiner mehr verstehen. Absurdistan grüßt !!
04.12.2012
17:43 Uhr
2. olle:
Rösler arbeitet sich auch schon in sein Neuland ein ! Sicher wartet nach seiner super FDP Arbeit ein Pöstchen bei einem der armen Energieversorger,denn sonst hätte er sich nie hier her verlaufen. Na dann Ha Noi!
04.12.2012
16:21 Uhr
1. UR:
Eines erschliesst sich mir nicht: warum wird der im Norden produzierte Strom nicht auch dort verbraucht in Megastädten wie Hamburg,Bremen,Berlin usw. Warum das ganze durch das ganze Land leiten? Auch im Süden weht Wind, gibt es Wasserkraft, Sonne, viel Landwirtschaft mit Bio-Gasanlagen! Wichtig ist das endlich Speichermöglichkeiten a la Wasserstoff-Brennstoffzelle kommen, das ist primär wichtiger als das ganze quer durchs Land zu jagen, denn auch ensteht ein Verlust beim Transport.
04.12.2012
15:33 Uhr

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