Rudolstadt : Tanz- und Folkfest endet mit Besucherrekord
Das 22. Tanz- und Folkfest in Rudolstadt ist Geschichte. Mehr als 90.000 Gäste haben vom 5.-8. Juli 2012 das Weltmusik-Festival in der ostthüringischen Stadt besucht. Vier Tage lang begeisterten 1.000 Musiker und Tänzer aus 30 Ländern die Fans. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr Musik aus China, nächstes Jahr geht es thematisch nach Italien. Die Höhepunkte des letzten Festivaltages waren Alison Krauss, Chumabwamba und Gentleman. Am Sonnabend wurden die Weltmusikpreise RUTH vergeben.
Mit einem Besucherrekord ist am 8. Juli das Tanz- und Folkfest Rudolstadt 2012 zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehr als 90.000 Gäste das Festival in der ostthüringischen Stadt. Sprecher Wolfram Böhme sagte: "Wir sind extrem zufrieden und haben damit auch wieder die finanzielle Sicherheit, dass das Festival so weiterlaufen kann wie bisher."
1.000 Musiker und Tänzer aus 30 Ländern
Insgesamt vier Tage lang begeisterten mehr als 1.000 Musiker und Tänzer aus etwa 30 Ländern die Fans auf dem größten europäischen Festival für Folk- und Weltmusik. Bei der inzwischen 22. Auflage des TFF waren rund 350 Konzerte auf 20 Bühnen zu erleben. Die Bandbreite reichte von US-amerikanischen Liedermachern über Balkan-Beat bis hin zu südafrikanischen Klängen. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte der chinesischen Sängerin Gong Linna mit einem Chor und dem Symphonieorchester Saalfeld-Rudolstadt. China bildete auch das Schwerpunktland des diesjährigen Festivals. Böhme erklärte, authentische chinesische Musik habe in Europa kaum Platz. Die sei ein Grund gewesen, das Land im Fernen Osten einmal besonders in den Fokus zu rücken. Im kommenden Jahr will sich das TFF verstärkt der Folklore Italiens widmen.
Festivalabschluss mit Alison Krauss, Chumbawamba und Gentleman
Am Sonntagabend gab es noch einmal zahlreiche Konzerte. Höhepunkt war der Auftritt der "Königin des Bluegrass" und 28-fachen Grammy-Gewinnerin Alison Krauss aus den USA auf der Heidecksburg. Außerdem kam Chumbawamba an die Saale. Die nicht nur in Großbritannien überaus erfolgreiche Band brachte ihren anarchistischen Mix aus Punk-Rock, Folk, Pop und Jazz in den Heinepark. Das letzte Konzert gab dann Gentleman. Der deutsche Roots- und Conscience-Reggae-Musiker bespielte mit seiner Band "The Evolution" die Großen Bühne im Heinepark.
Weltmusikpreise RUTH an Wader, Al Andaluz und Die Strottern
Am Sonnabend wurden auf der Heidecksburg die Weltmusikpreise RUTH vergeben. Für sein Lebenswerk wurde der Liedermacher Hannes Wader geehrt. In der Begründung der Jury hieß es, der 70-Jährige stehe bis heute sowohl kritisch und streitbar als auch sensibel und poetisch auf der Bühne. Der durch seine politischen Lieder bekannt gewordene Wader interpretiert auch Lieder der deutschen Romantik von Franz Schubert und Joseph von Eichendorff sowie des schwedischen Liederdichters Carl Michael Bellman aus der Zeit des Barock. Bekanntester Song Waders ist der Titel "Heute hier, morgen dort". Weitere Preise gingen an die deutsch-spanische Formation "Al Andaluz Project" und "Die Strottern" aus Wien. Für "besondere Expertise" wurden die Grafiker Gertrude Degenhardt und Jürgen B. Wolff ausgezeichnet. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 Euro dotiert.







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