Katholische Kirche in Thüringen : Ein Bundesland - drei Bistümer
Wer an die katholische Kirche in Thüringen denkt, hat fast automatisch das Bistum Erfurt vor Augen: Den Domberg mit der Kathedrale und der Gloriosa, der größten frei schwingenden mittelalterlichen Glocke der Welt. Wichtig im Bistum sind auch die Wallfahrtsorte im Eichsfeld, der Kerbsche und der Hülfensberg und die Kapelle Klüschen Hagis.
Gegründet wurde das Bistum im Jahr 742 vom heiligen Bonifatius. Schon wenige Jahre später wurde es aufgelöst und dem Bistum Mainz angegliedert. Erst 1994 wurde das Bistum Erfurt wieder neu gegründet, zum Bischof wurde Dr. Joachim Wanke ernannt. Das Bistum umfasst den größten Teil des Bundeslandes Thüringen. Kleinere Gebiete in Thüringen gehören jedoch zu anderen Bistümern. Im Westen ist das die Gemeinde Geisa und ihre Umgebung, die beim Bistum Fulda angesiedelt ist. Im Osten gehören einige Gebiete zum Bistum Dresden-Meißen. Das ist zum einen die Region Altenburg-Gera-Eisenberg und zum anderen die Region Greiz-Schleiz.
Die drei in Thüringen vertretenen Bistümer haben auch eine gemeinsame "diplomatische Vertretung", das katholische Büro in Erfurt. Dessen Aufgabe ist es, die Interessen der Bistümer gegenüber der Thüringer Landesregierung zu artikulieren und zu vertreten.
