Thüringen

Gewalt gegen Polizisten : Gewerkschaft verlangt mehr Polizeistreifen

Thüringer Polizisten sind 2011 mehr als 600 Mal körperlich angegriffen worden. Wie das Innenministerium auf Nachfrage von MDR THÜRINGEN mitteilte, wurden die Beamten in den meisten Fällen geschlagen oder getreten, am häufigsten im Streifendienst, bei Fußballspielen und Demonstrationen, öfter aber auch, wenn sie zu Familienstreitigkeiten gerufen wurden.

Sprecher der Polizei Erfurt, Eckhard Deutschmann, Polizeibericht
Gewerkschaft kritisiert wachsende Gewalt gegen Polizeibeamte.

Die Gewerkschaft der Polizei konstatiert eine Zunahme der Gewalt. Generell werde schneller getreten oder geschlagen als früher, sagte GdP-Landeschef Marko Grosa. Er kritisierte, dass gerade im Streifendienst in den vergangenen Jahren viel Personal gekürzt worden sei. In vielen Landkreisen gebe es nur noch zwei statt acht Funkwagen: "Manchmal ist die Besatzung eines Funkwagens auf sich allein gestellt, damit sinkt auch die Hemmschwelle der Angreifer." Auch forderte der Gewerkschafter eine konsequentere Verfolgung von Straftaten gegen Beamte.

Thüringen führt seit dem vergangenen Jahr eine eigene Statistik zur Gewalt gegenüber Polizisten. Aus den Vorjahren liegen keine Daten vor. Nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hat in Thüringen die Gewalt gegen Polizisten bereits 2011 kontinuierlich zugenommen. Anders als im Bundesdurchschnitt von 63 Prozent seien die Angreifer hier zu 85 Prozent Deutsche, meist unter 25 Jahren und meist auch alkoholisiert.

Zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2012, 13:38 Uhr

4. Heinz Faßbender:
@Kommentierer - schon gemerkt? Dieses Land hat Querdenker und Kritiker verdient und nötig. Früher war immer alles still – mit der späten Begründung „wir haben von nix gewusst“. Und Regeln und Gesetze gelten auch für jene die ständig die Einhaltung bei den Bürgern verlangen und oder abstrafen. Deshalb müssen Sie mich nicht nach Nordkorea verbannen – das wäre ja dann so – [...]. Das wollen Sie doch sicher nicht – Oder? [Beitrag wegen unsachgemäßen Vergleiches gekürzt; MDR.DE_Redaktion]
22.05.2012
12:56 Uhr
3. Kommentierer:
Das hat bestimmt nichts mit Zensur zu tun. Wenn Sie mal eine Zeitung herausbringen, dürfen Sie auch bestimmen, was da drin steht. Wenn das nicht reicht, lesen Sie mal unter Zensur nach. Inhaltlich ist Ihr Beitrag mal wieder von der Abneigung gegen die Exekutive (bei Ihnen ja auch oft gegen die Judikative) geprägt. Wenn Sie so unzufrieden hier sind, weswegen suchen Sie sich nicht einen anderen Platz zum Leben? Da, wo man Ihren Vorstellungen entspricht. Nordkorea oder Togo sollen schön sein - aber vorsicht: Auch dort gibt es Regeln (Gesetze...) an die man sich halten muss und böse Leute die einen bestrafen, wenn man das nicht macht...
22.05.2012
12:02 Uhr
2. Heinz Faßbender:
@ MDR - der Hinweis "pauschaler Unterstellungen" ist nicht gerechtfertigt. Eine Erklärung dazu veröffentlicht der MDR leider nicht. Das ist Zensur. Vielen Dank das ich vortragen durfte.
22.05.2012
09:18 Uhr
1. Heinz Faßbender:
so ein Quatsch - wenn sich Beamte zivilisiert verhalten - gibt es auch keine Aggression. so einfach ist das.... [Beitrag wegen pauschaler Unterstellungen gekürzt; MDR.DE_Redaktion]
21.05.2012
11:58 Uhr

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