Sozialrecht : Thüringer Sozialgerichte weiter stark belastet
Die Zahl der Klagen an Sozialgerichten im Land ist erstmals seit Jahren nicht weiter angestiegen. Allerdings sagte Jürgen Fuchs vom Thüringer Verband der Sozialrichter dem MDR THÜRINGEN, die Zahl von rund 24.000 Klagen 2011 sei nach wie vor hoch. Im Jahr zuvor wurden demnach 25.000 gezählt.
Als Gründe für diese Stagnation nannte Fuchs unter anderem die bessere Arbeit der Behörden. Zudem seien inzwischen einige wiederkehrende Streitfragen durch höchstrichterliche Urteile oder Gesetzesänderungen geklärt worden. Etwa zwei Drittel der Klagen entfallen demnach auf die Hartz-IV-Gesetze. Zahlreiche Konfliktfälle gebe es auch immer wieder um die Rentenversicherung und die Arbeitsförderung.
Spitzenreiter in Thüringen war den Angaben zufolge mit rund 8.300 Klagen das Sozialgericht Gotha, dicht gefolgt von dem in Nordhausen, wo 8.100 Klagen gezählt wurden. Am Sozialgericht Altenburg gingen im vergangenen Jahr 4.400 neue Klagen ein, während mit nur 2.900 die wenigsten in Meiningen registriert wurden. Fuchs zufolge konnte durch zusätzliche Richter das Verhältnis der Zahl der Klagen und der Richter zuletzt doch verbessert werden. Es sei inzwischen "fast optimal".
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