Thüringen

Steigende Strompreise : Gehen Hallenbäder bald baden?

Die Thüringer Freizeitbäder kämpfen mit den steigenden Energiepreisen. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa, mussten sie in den vergangenen fünf Jahren zweistellige Preissteigerungen bei Energie verkraften.

Stromstecker auf Geldscheinen
Auch für Bäder steigt der Strompreis.

Mit eigenen Blockheizkraftwerken, effizienterer Badtechnik und dem Verzicht auf extreme Stromfresser versuchen die Thermen gegenzusteuern. Zum 1. Januar werden die Stromkosten für Privathaushalte und für die meisten Unternehmen in Deutschland deutlich steigen. Anders als Großverbraucher aus Industrie und anderen Branchen sind Sport- und Freizeitbäder nicht von der Umlage zur Förderung von Wind- und Solarenergie, deren Erhöhung als einer der Gründe für den Preisauftrieb gilt, befreit.

Steigen nun die Preise?

Die Eintrittspreise 2013 zu erhöhen, um die steigenden Energiekosten auszugleichen, ist für Bäder heikel. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Zeulenroda, Klaus Kübler, sagt: "Wir haben seit zwei Jahren bis zu sieben Prozent Besucherzuwachs, das wollen wir mit höheren Eintrittspreisen nicht zunichtemachen". Die Stadtwerke sind Betreiber der Badewelt "Waikiki".

Gäste schwimmen in einem Becken eines Sole-Thermalbades
Das Sprudelbecken wird von den Gästen gern genutzt.

Die Avenida-Therme in Hohenfelden bei Erfurt, die jährlich rund 200 000 Besucher zählt, hat die Eintrittspreise seit 2009 bereits dreimal erhöht. Eine erneute Steigerung 2013 schließt Betriebsleiter Nikolaos Papagiannis nicht aus. "Wir versuchen aber erst einmal alles andere, bevor wir die steigenden Kosten an die Gäste weitergeben".

Das Inselsbergbad Brotterode im Landkreis Schmalkalden-Meiningen setzt auf Stromeinsparungen. "Wir haben die Pumpenlaufzeiten für das Wasserbecken optimiert und die Aufheizzeiten der Saunakabinen verkürzt", berichtet Betreiber Klaus-Peter Thimet. Wildwasserkanal und Sprudelliegen würden nicht mehr automatisch, sondern auf Besucheranfrage eingeschaltet. In einem Jahr hat das Bad Thimet zufolge sieben Prozent des Stromverbrauchs einsparen können.

Zuletzt aktualisiert: 24. Dezember 2012, 12:10 Uhr

1. Kochplatte:
warum muss der kleine fritz und alle anderen für die fehlplanungen der politiker und lobbyisten bei den windschretteranlagen bluten!unser umweltklima ist doch bestens aufgestellt,sonst hätte man doch bei der letzten klimakonferenz eine bessere lösung gefunden.die bananenrepublik weltpolizist deutschland baut sich auf alle fälle selber ab und der kleine fritz wird wieder um einen freizeitspass gebracht.
25.12.2012
09:34 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK