Thüringen

Energiemarkt : Machnig will Preisabzockern auf die Füße treten

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat mehr Wettbewerb im Energiemarkt verlangt. Der SPD-Politiker sagte MDR INFO, man brauche mehr Transparenz und auch Kunden, die den Anbieter wechselten. Das sei ein wichtiges Element, um das Preisniveau beherrschbar zu halten.

Das Wirtschaftsministerium hatte die Fernwärmepreise von 43 Thüringer Unternehmen untersucht und dabei Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent festgestellt. Neun Versorger lagen dabei deutlich über dem Durchschnittspreis und sollen nun genauer unter die Lupe genommen werden. Die Anbieter sollen nun erklären, wie ihre hohen Preise zustande kommen.

"Es muss einen fairen Preis geben. Energie darf nicht zu einer sozialen oder wirtschaftlichen Frage werden."

Matthias Machnig, Wirtschaftsminister Thüringen

Machnig sagte, zunächst müsse man schauen, ob die hohen Preise berechtigt seien. Es gebe Fernwärmeanbieter, die für ihr Netz hohe Aufwendungen hätten, da es in einem geographisch schwierigen Gebiet liege. In diesem Fall seien höhere Preise legitim. Machnig zufolgte hat das Thüringer Wirtschaftsministerium nun die Möglichkeit, gegebenenfalls die Strompreise über das Kartellrecht festzusetzen. Das gelte für den gesamten Energiemarkt. "Wir brauchen mehr Preistransparenz. Wir brauchen mehr Wettbewerb und mehr Kunden, die bei zu hohen Preisen tatsächlich den Anbieter wechseln."

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2012, 12:02 Uhr

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