Schleusingen/Suhl Frankenfahne auch in Thüringen gehisst

In Südthüringen ist am Donnerstag erstmals offiziell die Frankenfahne gehisst worden. Sie hängt am Schleusinger Marktplatz und am Bismarckturm in Suhl. Dort hatte Oberbürgermeister Jens Triebel (parteilos) die Aktion ausdrücklich begrüßt.

Die "Kerwa"-Grenze verläuft am Rennsteig

Mann in rotem Hemd steht neben Fahne mit Questreifen in Rot und Weiß mit einem Emblem, das weiße Zacken auf rotem Hintergrund zeigt und einem Emblem mit einem schwarzen Hahn auf gelbem Hintergrund.
Martin Truckenbrodt vom Verein Henneberg-Itzgrund-Franken Bildrechte: MDR/Bert Weber

Er und die Sonneberger Landrätin Christine Zitzmann hatten sich bereits mehrfach öffentlich zu ihren fränkischen Wurzeln bekannt. Der Vorsitzende des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken, Martin Truckenbrodt, sagte MDR THÜRINGEN, mit der Aktion sollten Geschichte, Brauchtum und fränkische Wirklichkeit ins Gedächtnis der Menschen gerufen werden. Die Region bis zum Rennsteig und zum Bad Salzunger Raum sei eindeutig fränkisch. Die Kerwa - die Kirmes - werde nur so in Franken gefeiert, aber nicht nördlich des Rennsteigs. Jahrhundertelang gehörten die katholischen Christen Südthüringens zum Bistum Würzburg, erst seit 1994 zum Bistum Erfurt. Fernziel bleibe das Bundesland Franken. Allerdings sei dies gegenwärtig nur ein Traum. Der Verein wolle dafür aber in kleinen Schritten die Vorarbeit leisten.

Zuletzt aktualisiert: 02. Juli 2015, 21:42 Uhr

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9 Kommentare

04.07.2015 19:38 Südthüringer 9

Die Südthüringer wollen in ein Bundesland Franken, das Eichsfeld strebt nach Niedersachsen und auch in Ostthüringen kann man eine beachtliche Anzahl Leute, darunter Kommunalpolitiker, finden, die am liebsten nach Sachsen wechseln würden (Vogtland). Thüringen scheint ein sehr attraktives Bundesland zu sein.

04.07.2015 17:34 JB 8

Ich bin Suhler. Und Thüringer. Schluß. Aus.MickyMouse.

03.07.2015 23:16 Martin Truckenbrodt 7

Wer an ein Bundesland Franken als Fernzeil denkt, betreibt defintiv keine Kleinstaaterei. Dieses hätte mit den fränkischen Teilen Bayerns, Thüringens und Baden-Württembergs zusammen etwa 5,3 Mio. Einwohner. Kleinstaaterei betreiben diejenigen, die an ihrem kleinen Bundesland Thüringen (2,1 Mio.) festhalten, der ohne seinen fränkischen Teil (375.000 Einwohner) weniger Einwohner als Mecklenburg-Vorpommern hätte, und nicht bereit sind mit den als Sachsen bezeichneten Thüringern in Sachsen und im Süden Sachsen-Anhalts ein gemeinsames Bundesland mit gut 6 Mio. Einwohnern zu bilden. Echte Sachsen leben nordwestlich und nördlich von Mitteldeutschland. Südthüringen, dass eigentlich besser Nordfranken heißen müsste, gehört zu Süddeutschland.

03.07.2015 21:31 M.W. 6

Alle Menschen haben eine Identität mit ihrer Heimat, ihren Wurzeln, ihrer Geschichte. Das hat nichts mit Europa zu tun, da kann man auch überzeugter Europäer sein. Warum soll man seine Herkunft verleugnen, wenn es viele Generationen vorher gelebt haben. Eines darf man nicht, egal wo. Den Menschen ihre Identität zu nehmen. Da habe ich bei den Roten und den Grünen starke Zweifel, sie schreiben den Menschen ständig vor, was für sie gut und richtig ist. Nicht nur ihre Herkunft, nein, AUCH WAS SIE TUN MÜSSEN, WAS SIE LASSEN MÜSSEN, WIE SIE DENKEN MÜSSEN, WIE SIE LEBEN MÜSSEN UND BALD. WEN SIE WÄHLEN MÜSSEN !!!!!!!

03.07.2015 18:10 Sven Schumacher 5

Sehr geehrter Herr Paul Horn, sie verwechseln hier leider etwas. 1.Wir südlich des Rennsteigs wollen einfach nur nach unserer wahren sprachlichen und kulturellen Identität benannt werden. Diese sollte in der öffentlichen Wahrnehmung klar erkennbar sein, was in anderen Bundesländern eine Selbstverständlichkeit ist. Wir sind Franken und keine Thüringer. 2. Die Auflösung des Kunstkonstruktes und gleichzeitigen"Freistaat Thüringen" mit nur ca. 2 Mio Einwohnern, in welchem verschiedene Volksstämme (Niedersachsen, Obersachsen(Thüringer) und Franken zusammengewürfelt sind, würde doch gerade eine Beendigung der s.g. Kleinstaaterei, zumindest in diesem Bereich Deutschlands bedeuten. Vereinigen Sie sich nördlich des Rennsteigs doch mit ihren Brüdern und Schwestern aus dem thüringisch-obersächsischen Sprach- und Kulturraum, so wie es die Metropolregion Mitteldeutschland schon vorgibt.

03.07.2015 13:52 Paul Horn 4

Alles verworrenes Zeug,wir reden über Europa und hinter den Bergen wird die Kleinteiligkeit gepflegt. Ich denk mal,hier geht's um die Irre Vorstellung,daß man sich in Bayern freut ,Gelder in diese thüringer Gebiete Pumpen zu müssen. Da werden die Herren mit der Kleinstaatenflagge aber lange warten.

03.07.2015 10:52 Schnellschnitt 3

Wenn`s hilft. In Franken weht ein anderer Wind.

03.07.2015 09:03 Zusammenschluss 2

@ Nr.1 : Sie haben in jeder Hinsicht recht. Franken endet in Neuhaus am Rennweg schon durch die Bahnverbindung. Zum Rest am Rennsteig besteht keine Verbindung dort irgendwie wohin zu kommen weder nach Oberhof oder nach Masserberg. Deshalb tragen auch die Rennsteigorte eine erhebliche Schuldenlast und in Erfurt die Landesregierung von R2G merken es noch nicht einmal. Wobei die Landräte/in wie dem Ilm-Kreis, Bürgermeister und der Thüringer Waldverbund in Zella-Mehlis sowie die Tourismus-und Rennsteigvereine auch sich nicht für einen Zusammenschluss interessieren. Klar, die denken immer noch an ihren FDGB-Chef von Harry Tisch und Co und deshalb gibt es Südthüringen eigentlich nicht sondern nur zum Schein.

02.07.2015 23:03 Sven Schumacher 1

So ist es. Wir sind Franken und keine Thüringer.Der Rennsteig ist eine, wenn nicht die härteste sprach- und kulturräumliche Grenze innerhalb Deutschlands. Die Identitätsunterdrückung durch die fast ausschließliche Verwendung des Begriffes "Südthüringen muss ein Ende finden und zwar ein schnelles.