Süd-Thüringen

Gebietsreform in Thüringen : Südthüringer Landkreise drohen mit Wechsel nach Bayern

Der Widerstand gegen Großkreise in Thüringen wächst. Nach dem Eichsfeld drohen nun auch zwei Südthüringer Kreise damit, den Freistaat zu verlassen. Die Landrätin des Kreises Sonneberg, Christine Zitzmann, und der Landrat des Kreises Hildburghausen, Thomas Müller, bringen beide einen Wechsel nach Bayern ins Gespräch.

Experten schlagen acht Thüringer Landkreise vor - Gebietsreform
Die Expertenkommission hat acht Landkreise vorgeschlagen.

Die Pläne für einen Großkreis Südthüringen lehnen sie dagegen strikt ab. Das Land brauche keine Expertenkommission für eine Gebietsreform, sondern eine für die Landesbehörden, sagte Zitzmann MDR THÜRINGEN. Die Hausaufgaben seien verschlafen worden. Ähnlich äußerte sich Landrat Müller. "Die in Erfurt sollten uns endlich ernst nehmen".

Die beiden CDU-Politiker begründen einen möglichen Wechsel auch mit der kulturellen Nähe zum benachbarten Franken. In beiden Landkreisen redeten die Menschen fränkisch und hätten starke Verbindungen nach Oberfranken. Das Frankenland gehe ohnehin bis zum Rennsteig.

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2013, 13:00 Uhr

63. Der_Ostfranke:
Ich würde nicht mit dem Kopf schütteln. Die derzeitigen Grenzen der Bundesländer spiegeln nicht die ethnischen Grenzen wieder. Warum soll ein kleiner Teil Frankens für immer bei Thüringen bleiben? Wenn man ein Land Franken bildet mit allen Gebieten, die sich heute fränkisch (im Sinne des Rechens) bezeichnen, dann kommt man in etwa auf die Fläche Belgiens. Belgien ist seit jeher zerstritten, wurde 1831 künstlich geschaffen und hat bis heute Flamen, Franzosen und Deutsche als Bevölkerung. Somit keine Einheit. Franken wäre im Vergleich zu Belgien auf jeden Fall homogener.
09.02.2013
17:08 Uhr
62. ULLI:
Hallöchen , Wenn man das alles so liest ,kann man nur mit dem Kopf schütteln.Die Reform egal in welcher art,ob 8 oder 10 Gebiete bleiben,wird Nötig ( Überalterung - Abwanderung - Geld e.t.c ). Wehr hier nicht mehr in Thüringen Leben möchte ,kann doch in die alten Bundesländer AUSWANDERN ,aber das Land Thüringen bleibt wie es ist, soooooooo .Da sind wohl einige nicht Heimatverbunden genug, und außerdem sind wir immer noch ein Deutschland - ODER- ?????. Mfg ulli
08.02.2013
18:11 Uhr
61. Wechsel nach Franken - nicht Bayern !:
Ich komme aus Hildburghausen und ich befürworte auch einen Wechsel nach Franken. Bayerisch mit dieser lächerlichen Seppl- und Kinikultur will bei uns aber garantiert keiner werden. Wir sind Franken und wir würden am liebsten mit den südlichen Franken in einem eigenen Bundesland Franken leben.
05.02.2013
13:34 Uhr
60. Bundesland Franken:
Art. 29 GG sieht explizit die Neuordnung der Bundesländer vor. Sollten sich die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg dazu entschließen, Thüringen zu verlassen, wäre die Gründung eines Bundeslandes Franken logisch. Ein Bundesland Franken wäre so groß wie Belgien mit genau so viel Einwohnern wie Norwegen oder Irland. Unter 17 Bundesländern (mit Franken) wäre Franken der Fläche nach die Nr.7, der Einwohnerzahl nach die Nr.7 und gemessen an der Wirtschaftskraft sogar die Nr.6. Ein Bundesland Franken wäre deshalb stark und leistungsfähig.
05.02.2013
10:53 Uhr
59. Kay :
Auf derartige Vorschläge sollte man gar nicht eingehen. Hier geht es einzig und alleine darum, dass sich Thomas Müller sowie seine sonneberger Kollegin und einige Herrschaften in den südthüringer Landratsämtern ihre Posten sichern möchten. Desweiteren ergäbe sich für die Leute in den Landratsämtern noch ein entscheidender Vorteil. In Bayern erlangt von der Grundschullehrerin bis zur Bürofachfrau im Amt jeder den Beamtenstatus auf Lebenszeit. In dieses bundesweit überdurchschnittlich gute Beschäftigungsverhältnis kämen die Herrschaften aus den südthüringer Landratsämtern dann "rein zufällig" auch.
04.02.2013
16:12 Uhr
58. manni:
Hier geht es doch nur um die Angst der Landräte, ihren Job zu verlieren M. E. sollten Landkreise eine festgelegte Mindestgröße haben. Auf Dauer kann man sich den sinnlosen Apparatschik nicht leisten.
04.02.2013
10:57 Uhr
57. Trupatut:
Es ist schon eine tolle Sinneswandlung einer ehemaligen mehrjährigen MDL und eines Althauszöglings und nicht unbelasteten Lee(h)rers diese beide Landräde die selbst politisch taktlos bisher mit Ihren Bayrischen Nachbarlandräten umgegangen sind. Beides sind Alphatiere mit Versorgungsdenken, Risikoscheu und der ungehäueren Fähigkeit Arbeit und Verantwortungdem auf ander abzuschieben. Für beide CDU Statisten ist tatsächlich Glauben eben nicht eine Garantie für moralisches Verhalten - sondern nur dafür, dass sie Ihre Wertausrichtung für fester in der Wirklichkeit verankert halten als andere. Und in dieser Form hat deren Glauben auch Eingang gefunden in vermeintlich ganz säkulare ,wissenschaftlich psychoanalytische und philosophische Denkgebäude. Aber auch ohne Müller und Zitzmann wird die Welt nicht untergehen!
03.02.2013
21:33 Uhr
56. Oliver Rottenbach:
franken sollte ein eigenes bundesland werden mit nürnberg als landeshauptstadt in denen die kreise hildburghausen und sonneberg mit aufgehen aus geschichtlicher und kulturhistorischer sicht wäre das nur korekt ich stamme selbst aus dem landkreis hildburghausen unsere ortschaft liegt gute 700 meter an der grenze zu bayern und unsere kultur und unser heutiges leben spielt sich mehr mit den landkreisen bad neustadt und coburg ab so wie es vor 1949 schon seit jahrhunderten bestens klappte ein klares ja zum wechsel nach bayern
03.02.2013
21:31 Uhr
55. Paul Müller:
Hier soll der Hebel an der falschen Stelle angesetzt werden. Die Kreistage und Stadtparlamente kosten nicht das "richtige" Geld. Die Leute die dort sitzen machen das "nach Feierabend", mit geringer Aufwandentschädigung. Geld kostet der vollkommen überflüssige Landtag, der eigenständig nur chaotische Bildungspolitik machen darf, über die Verteilung von Brüsseler Fördergeldern entscheiden darf und beschließt welche Farbe das Polizeiauto hat. Hier muss gehandelt werden, wir brauchen eine Reform der Bundesländer und eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, inkl. Abschaffung der "Stadtstaaten". Schon die Tatsache, dass dann nicht ständig irgendwo Wahlkampf wäre, wäre die Sache wert.
03.02.2013
19:58 Uhr
54. Freddi:
...also ich sehe dieser Diskussion nur belustigend zu - Lokalpatrioten der ehemalige Landschaftsgestalter mit Migrationshintergrund (Bayern) - ich glaube Hannibal hatte die Schwachen hinten den Bergen zurück gelassen...-denken die Mauer steht noch - die wurde durch die gebrauchten Bundesländer abgerissen um einen deutschsprachigen Absatzmarkt zu erschließen. Als Nebeneffekt hatte man chancenlosen Pseudo-Profi-Politikern und Berufsbeamten Karrieremöglichkeiten geboten die den Steuerzahlern schwer zu schaffen machten! Jetzt rächt sich das langsam aber sicher. Ausbaden muss es der sesshafte Thüringer - dem es bald unmöglich wird in den Unweiten des entvölkerten Landes zu überleben - zumal er sich dies finanziell nicht lange leisten kann....übrigens Altenburg hat keinen Landrat - NEU eine Landrätin der PDS und dies in einem CDU/SPD geführten Bundesland!
03.02.2013
19:12 Uhr

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