Verkehr : Geisterfahrer passiert drei Tunnel der Autobahn 71
Auf der Thüringer-Wald-Autobahn A71 hat ein Geisterfahrer den acht Kilometer langen Rennsteigtunnel und zwei weitere Tunnel passiert, in denen ihm 30 Fahrzeuge entgegenkamen. Wie die Autobahnpolizei am Sonntag mitteilte, kam es nicht zu einem Unfall. Nach rund 15 Kilometern Irrfahrt habe das Fahrzeug die Autobahn verlassen.
Die Polizei hat inzwischen ermittelt, dass der Fahrer oder die Fahrerin am Sonnabend kurz nach 21 Uhr an der Anschlussstelle Suhl/Zella-Mehlis falsch auf die Autobahn aufgefahren ist. Das Fahrzeug passierte den Tunnel Hochwald (1056 Meter lang), den Rennsteigtunnel (7916 Meter) und den Tunnel Alte Burg (874 Meter). Viele der entgegenkommenden Fahrzeuge haben per Notruf die Polizei alarmiert. Daraufhin ließ sie die Portale der drei Tunnel für den Verkehr schließen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Geisterfahrer die Röhren aber bereits durchfahren. An der Abschlussstelle Gräfenroda fuhr der Wagen ab.
Alle Tunnel mit Kameras ausgestattet
Die Polizei machte keine näheren Angaben zu dem Fahrzeug. Die Beamten veröffentlichten jedoch ein Foto aus den Aufzeichnungen einer Kamera in der Weströhre des Rennsteigtunnels. Es zeigt einen silberfarbenen Personenwagen, der zwei entgegenkommende Fahrzeuge passiert. Ein Kennzeichen ist nicht erkennbar. Weil die komplette Tunnelkette der Thüringer-Wald-Autobahn mit Kameras ausgerüstet ist, dürften die Beamten über viele weitere und bessere Bilder verfügen.
Warum die Irrfahrt folgenlos blieb, ist noch offen. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass dem Geisterfahrer kein Fahrzeug entgegenkam. In den Tunneln ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt, zudem herrschte nur wenig Verkehr. Beides dürfte den glücklichen Ausgang der Geisterfahrt begünstigt haben.
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