Neonazis bei Konzert in Hildburghausen Behörden hatten genauere Prognose

Der große Andrang beim Neonazi-Konzert in Hildburghausen war absehbar gewesen. Nach Recherchen von MDR THÜRINGEN hatte der Thüringer Verfassungsschutz bereits vorab mit rund 3.000 Besuchern gerechnet. Diese Information leitete der Nachrichtendienst den MDR-Informationen zufolge unter anderem an die Landespolizeidirektion weiter und auch an die örtliche Polizei. Öffentlich hatte die Landespolizeiinspektion Suhl als Schätzung genannt, nur mit etwa 1.500 bis 2.000 Besuchern der Neonazi-Veranstaltung zu rechnen. Am Samstag waren dann rund 3.500 Neonazis aus ganz Deutschland und aus dem Ausland angereist. Die Polizei hatte 350 Beamte im Einsatz.

In Hildburghausen hatten sich nach dem Konzert Behörden gegenseitig kritisiert, ob sie es den Neonazis zu einfach gemacht hätten und die Polizei zu wenig Kräfte vor Ort gehabt habe. Gleichzeitig warfen Teilnehmer einer Gegenkundgebung mit 150 bis 300 Teilnehmern der Stadt vor, ihre Aktion behindert zu haben.

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2016, 14:21 Uhr

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8 Kommentare

11.05.2016 11:35 Vachdorfer Bergwald 8

@ Nr. 4: Die meisten der 3.500 Neonazis wurden angekarrt und kamen nicht aus der Region. Zum Teil waren sogar Rechtsextreme aus dem Ausland dabei. Das wurde neulich hier schon berichtet. Es ist ein falsches Bild, wenn man meint, diese Extremisten würden die Bevölkerung darstellen. Die Neonazis sind für diesen Termin nur kurzfristig gekommen und ein Tag später waren sie wieder weg. Zum Glück!

11.05.2016 09:19 Angela 7

Es waren 3500 Teilnehmer, 350 Polizisten und es gab keine Ausschreitungen. Es war ein friedliches Konzert und in Veßra ne friedliche Versammlung bei Essen und Trinken. Worüber diskutiert Ihr denn hier noch rum? Ihr wollt wohl nicht wahrhaben, dass die "bösen Neonazis" so friedlich waren, was??

10.05.2016 18:56 Hans Meier 6

Wenn alles schon bekannt war, warum nur 350 Polizisten oder waren es noch weniger? Die ganze Sause mit den Protesten ging doch von früh bis nach Mitternacht. Wenn das mal alles stimmt??

10.05.2016 15:04 winfried 5

Demonstrierende RECHTE unter sich bilden aus meiner Sicht noch keine Gefahr gegen Sachen und Menschen. Erst wenn gleichzeitig linke Gegendemonstranten "agieren" sind Sicherungskräfte erforderlich. ... In diesem Fall waren die 350 Polizeikräfte völlig ausreichend, um "rechte"Vergehen(z.B. Propagandadelikte) zu erfassen und max. 300 Gegendemonstranten zu "bändigen".

10.05.2016 14:54 Lyn 4

3.500 Neonazis, wow.
Wenn man von Babys und sehr alten Leuten absieht, und von denen ohne fahrbaren Untersatz, muss das ja ein sehr großer Teil der Bevölkerung dieser Ecke gewesen sein.
Es wäre ja schön, wenn als Bezeichnung für die Leute mal ein anderer Terminus gefunden würde.
Wie wäre es mit Protestler?

10.05.2016 14:49 Walter 3

Nun ist aber auch wieder gut. Es war ein Konzert mit 3500 Besuchern, die Polizei war da, es ist nichts weiter passiert und aus.
Oder noch einen Untersuchungsausschuß einsetzen?

10.05.2016 14:18 Schnellschnitt 2

Wer hat da wieder mächtig geschlafen?? Da hat der Buschfunkt wieder bei unseren Beamten in blau nicht richtig funktioniert gelle. Nicht schlafen sondern wach bleiben.

10.05.2016 14:07 Klartexterk 1

Was soll denn ständig dieser Affenzirkus, wenn sich diese Leute zu einem Konzert treffen oder zu einer Demonstration. Wenn das lautlos abläuft, dann nimmt der Normalbürger überhaupt keine Notiz davon. Die Linksfaschisten sollte man weiträumig von solchen Veranstaltungen fern halten, dann herrscht auch Ruhe.