Themar Aus für Rechtsrock-Konzerte durch Grundstückskauf möglich

Nach Ansicht von Themars Bürgermeister Hubert Böse könnten die Rechtsrock-Konzerte in dem Ort durch den Kauf der Festwiese beendet werden. Böse sagte MDR THÜRINGEN, er wolle keine Rechtsrockkonzerte mehr in der Stadt. Wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb die Wiese kaufen würde, dann hätten die rechtsextremistischen Veranstalter keinen Raum mehr für ihre Konzerte.

Luftaufnahme Rechtsrockfestival Themar
Luftaufnahme des Geländes bei der ersten Veranstaltung im Juli Bildrechte: Landespolizeidirektion Erfurt

Die Stadt Themar würde durch den Kauf der Wiese allerdings überfordert. "So eine Fläche zu erwerben, ist sicher für einen Landwirt überhaupt kein Problem, für eine Kommune schon", sagte Böse dem MDR. Sollte der Wiesenbesitzer tatsächlich zum Verkauf bereit sein, dann werde er einen Landwirt als Käufer finden.

Damit reagierte Böse auf ein Interview, dass der Besitzer der Veranstaltungsfläche, Bodo Dressel, zuvor Deutschlandfunk Kultur gegeben hatte. Mit Blick auf die Konzert-Gegner hatte Dressel gesagt, "Wenn die das nächstes Jahr verhindern wollen, dann sollen sie es mir abkaufen. Ansonsten haben sie es nächstes Jahr wieder. Ich, Bodo Dressel, mache das nächstes Jahr wieder."

Die bisher drei Rechtsrockkonzerte in Themar in diesem Jahr zählten nach Polizeiangaben etwa 8.000 Besucher. Die Beamten registrierten zahlreiche Straftaten, darunter Körperverletzung, Verstöße gegen das Waffengesetz, Volksverhetzung oder das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. Das bislang letzte Konzert hatte am vergangenen Samstag stattgefunden. Laut Polizeiangaben waren dazu rund 1.070 Besucher aus Deutschland und dem Ausland angereist. Rund 150 Menschen protestierten gegen die Veranstaltung.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. Oktober 2017 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2017, 16:27 Uhr

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14 Kommentare

01.11.2017 16:33 Walter 14

@5 Part
So ist das nun einmal, wenn die Städter auf‘s Land ziehen.

Und zu Ihren Kommentar 11: Der Staat ist ja wohl deutlich auf dem linken Auge blind.

01.11.2017 13:16 Eulenspiegel 13

Hallo HERBERT WALLASCH, Pirna 10
„Warum sollen sich die Themaer Bürger finanziell verpflichtet und genötigt fühlen, nur weil der Staat nicht eingreifen kann und will,“
ich denke zuerst ein mal geht es um die Bürger die sich an diesem Rechtsrock-Konzerte stoßen und diese Veranstaltung nicht in ihrer Ortschaft haben wollen. Und ich denke am Geld muss das nicht scheitern wenn diese Bürger dieses Grundstück kaufen und in der Lage sind diese Situation positiv für sich zu nutzen. Sie können das Areal einer neuen Nutzung zuführen. Adlerdings sehe ich auch das Problem das“Der Seher 12“ beschreibt. Eine neue Möglichkeit der Profitmaximierung in dem man friedliebende Bürger erpresst. Gewissermaßen die Rassisten als Spielball des Kapitals und der Profitmaximierern.

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