Themar Protest gegen weiteres Rechtsrock-Konzert

In Themar haben am Sonnabend zahlreiche Menschen gegen ein Musikfestival von Neonazis am Stadtrand protestiert. An einem Friedensgebet am Vormittag in der Stadtkirche von Themar, einem Volksfest auf dem Marktplatz und an Demonstrationen im Umfeld des Veranstaltungsgeländes nahmen insgesamt rund 500 Menschen teil. Auf Transparanten erklärten sie unter anderem, Themar sei "bunt und nicht braun".

Der Hildburghäuser Landrat Thomas Müller sagte, die Rechten bei dem Konzert spiegelten nicht die Gesinnung der Menschen in der Region wider. Themars Bürgermeister Hubert Böse sagte, er sei sehr glücklich über den Protest gegen die Rechten.

 In einer Kirche sitzen Menschen bei einem Friedensgebet.
Friedensgebet in der Stadtkirche Bildrechte: MDR/Bert Weber
Auf einer Wiese sitzen Menschen auf Bänken.
Rechter Rock auf der Wiese: Redner bei der Veranstaltung Bildrechte: MDR/Bert Weber

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen veranstaltet die rechte Szene ein als politische Versammlung angemeldetes Rockkonzert auf einer Wiese bei Themar. Zum Auftakt sprachen mehrere Redner. Einer von ihnen bezeichnete Thüringen als Hochburg des Rechtsrocks. Man werde alles tun, "dass das so bleibt".

Die Polizei war mit etwa 500 Beamten aus Thüringen und Bayern vor Ort. Insgesamt erfassten die Beamten 36 Straftaten. Die meisten verstießen gegen das Verbot zum Tragen von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, dazu zählt auch das Zeigen des Hitlergrußes. Nach Einschätzung der Polizei bewegte sich die Zahl der Straftaten allerdings im Rahmen einer solchen Veranstaltung.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im: MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29.07.2017 | 19:00 Uhr
MDR THÜRINGEN - Das Radio | 29.07.2017 | Fazit | ab 18:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2017, 21:36 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

73 Kommentare

01.08.2017 20:25 Rhabarber 73

@ 72, O-Perler:

Es geht in Themar nicht um ein Islamismus-Problem, sondern um ein Konzert von Rechtsradikalen, wo 46 Anzeigen wegen Straftaten aufgelaufen sind. Die Rechtsradikalen haben ganz offen ihr Nazi-Gedankengut ausgelebt und Hitler-Grüße gezeigt. Möchten Sie die Hitler-Zeit zurück haben? Ich nicht!

01.08.2017 10:08 O-Perler (9. V.) 72

Der grünrote Nazi kann noch nicht mal den Begriff "Islamismus" richtig deuten. Vielleicht sollte er sich auf dem linksdrehenden Portal "Wikipedia" schlaumachen, obwohl: Ich befürchte, selbst das wird ihn nicht gelingen...

Mehr aus der Region