Geld für Generalsanierung Badehaus Masserberg kann auf Millionenförderung hoffen

Im Badehaus Masserberg sind schon lange die Stöpsel gezogen und die Lichter aus. Doch für das geschlossene Bad neben der Reha-Klinik gibt es Hoffnung: Das Land stellt Fördermittel für eine Generalsanierung in Aussicht. Die gilt als Voraussetzung für eine Übernahme durch einen privaten Investor.

Das Badehaus in Masserberg kann auf weitere Fördergelder in Millionenhöhe hoffen. Das Land sei grundsätzlich bereit, die Sanierung mit acht Millionen Euro zu fördern, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums MDR THÜRINGEN. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Thüringer Allgemeine". Die Generalsanierung gilt als wichtige Vorraussetzung dafür, dass ein Investor das Bad übernimmt und betreibt.

Entscheidend ist aber laut dem Ministeriumssprecher, dass die Gemeinde ihren Fördermittelantrag überarbeitet, der bereits einige Jahre alt ist. Einfließen sollen zum Beispiel neue Zahlen aus einem aktuellen Wirtschaftlichkeitsgutachten. Die Untersuchung bescheinigt dem Bad gute Perspektiven.

Entscheidung zur Übernahme steht noch aus

Masserbergs Bürgermeister Denis Wagner sprach von einer erfreulichen Nachricht. Doch so lange kein Bescheid vorliegt, sei die Sache für ihn noch nicht sicher - er sehe die Zukunft des Badehauses damit aber auf einem guten Weg. Die "Thüringer Allgemeine" hatte am Mittwoch berichtet, dass die Zukunft des 2015 geschlossenen Badehauses gesichert sei. Die Landesregierung sieht eine dauerhafte Schließung demnach als "Katastrophe für die gesamte Region".

Das Badehaus ist seit Januar 2016 dicht, weil die Gemeinde die Betriebskosten nicht mehr bezahlen konnte. Der regionale Klinikverbund REGIOMED hatte im vergangenen Herbst angekündigt, eine Übernahme von Bad und benachbarter Reha-Klinik in Masserberg zu prüfen. Voraussetzung dafür: Das Land soll den Umbau der Therme fördern. Eine Entscheidung zur Übernahme durch REGIOMED steht noch aus.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15.03.2017 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2017, 11:25 Uhr

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3 Kommentare

15.03.2017 16:07 Graf von Henneberg 3

Jawohl, die 8 Mio € passen zu den 10 Mio € für den Lift in Oberhof. Kommt aus demselben Topf. Die 8 Mio können für den Abriss des Gebäudes verwendet werden. Das wäre eine gute und nachhaltige Investition - wer soll denn da oben auf dem Berg baden gehen? Nicht die Schließung des Bades sondern dessen Errichtung war die "regionale Katastrophe".
Das was dann an Geld übrigbleibt, mögen als Fördermittelzuwendung die kleinen Pensions- und Hotelbetreiber bekommen.

15.03.2017 12:50 Dorfgeist 2

So lange die Verkehrsinfrastruktur (Bahnlückenschließung vom Bahnhof Rennsteig nach Neuhaus am Rennweg ) nicht erfolgt, sowie es die Politiker aus Sonneberg und Bayern fordern wird Masserberg weiter ein Waldprovinzdorf bleiben und wir Steuerzahler dürfen dafür zahlen. Wie viel Millionen wurden wohl seit der Einheit Deutschlands in Masserberg in der Reha-Klinik dort versenkt ohne Erfolgsaussichten? R2G kann eben nicht mit anderen Menschen ihren Geld umgehen. Deshalb steht die nächste Fehlinvestitionsentscheidung kurz bevor.