Nachrichten Süd-Thüringen um 21:00 Uhr


Meiningen: Glatte Straßen in Südthüringen

Glatte Straßen sorgen in Südthüringen auch am Donnerstagvormittag weiter für Behinderungen. Wie die Polizei mitteilte, blockierten zwischen Zella-Mehlis und Oberhof am Donnerstagmorgen mehrere festgefahrene LKW die Straße. In Schönbrunn (Landkreis Hildburghausen) sind am Mittwochabend auf schneeglatter Fahrbahn zwei Autos zusammengestoßen. Verletzt wurde niemand. In Zeilfeld (Landkreis Hildburghausen) kam ein 60-Jähriger mit seinem Auto von der Straße ab und rutschte in ein Gartengrundstück. Auch hier war die Fahrbahn glatt, der Mann hatte laut Polizei jedoch auch rund zwei Promille Alkohol im Blut. Auf der A71 zwischen Meiningen-Süd und Dreieck Suhl standen am Mittwochabend mehrere Laster quer. Auch der Winterdienst steckte fest. Zuvor war an gleicher Stelle ein Kleintransporter von der Straße gerutscht. Der Fahrer blieb unverletzt. Auch zwischen Hirschbach und Suhl, auf der B281 bei Neuhaus am Rennweg und zwischen Sonneberg und Piesau gab es Probleme. Laut Polizei blieb es aber bei Blechschäden. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Tagesverlauf vor Sturmböen und bis zu 15 Zentimeter Neuschnee.


Sonneberg: Kreishaushalt für 2018 beschlossen

Der Kreistag des Landkreises Sonneberg hat den Haushalt für 2018 beschlossen. Für die laufenden Ausgaben stehen Sonneberg rund 82,5 Millionen Euro zur Verfügung. Wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilte, will der Landkreis vor allem in Schulen, den Breitbandausbau, den Brand- und Katastrophenschutz und das Deutsche Spielzeugmuseum investieren. Rund 3,1 Millionen Euro sollen demnach in die Modernisierung der Schulen fließen. Mit dem Geld soll unter anderem der Neubau der Staatlichen Gemeinschaftsschule Sonneberg fertiggestellt werden. Das Deutsche Spielzeugmuseum soll für rund eine Million Euro weiter saniert werden.


Hildburghausen: Regiomed will ambulante Versorgung verbessern

Der Klinikverbund Regiomed will die ambulante Versorgung in Südthüringen verbessern. Wie ein Sprecher MDR THÜRINGEN sagte, bekommt das Medizinische Versorgungszentrum Hildburghausen (MVZ) im Januar einen eigenen Magnetresonanztomographen (MRT). Außerdem soll das MVZ Schleusingen ab dem nächsten Jahr eine neue Kinderärztin bekommen. Am MVZ Römhild soll der momentan geschlossene Bereich Allgemeinmedizin wieder besetzt werden. Laut Klinikverbund, kann damit die hausärztliche Versorgung in und um Römhild wieder sichergestellt werden.


Hildburghausen: SPD zieht sich aus der Fläche zurück

Die Thüringer SPD zieht sich aus der Fläche zurück. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN sollen die vier Regionalgeschäftsstellen des SPD-Landesverbandes in Gera, Mühlhausen, Eisenach und Hildburghausen geschlossen werden. Das plant eine Strukturkommission, die in diesen Tagen Einsparvorschläge für den Landesvorstand erarbeitet. SPD-Landesgeschäftsführer Michael Klostermann sagte dem MDR, durch die Aufgabe der Büros könnte, so wörtlich "eine mittlere fünfstellige Summe" pro Jahr eingespart werden. Auf Entlassungen von hauptamtlichen Mitarbeitern wolle die Partei aber verzichten. Außerdem überdenkt die Thüringer SPD die Organisation ihrer Kreisverbände. Kleineren Verbänden solle nahegelegt werden, mit einem Nachbarn zu fusionieren, hieß es. Dies zielt besonders auf die SPD-Verbände in Sonneberg, Eisenach, Suhl, dem Saale-Holzlandkreis oder Sömmerda, die nach Angaben des Landesvorstands weniger als 100 Mitglieder haben. Dabei sei auch an eine Fusionsprämie gedacht. Außerdem solle den Kreisverbänden und Ortsvereinen nahegelegt werden, bei der Organisation der politischen Basisarbeit künftig stärker zusammen zu arbeiten. Der SPD-Landesvorstand will auf seiner Klausur im Januar 2018 über die Einsparvorschläge entscheiden. Nach der desaströs verlaufenen Bundestagswahl rechnet auch die Thüringer SPD mit weniger Finanzhilfen von der Bundespartei. Genaue Zahlen gebe es aber erst im kommenden Februar, wenn der Bundestag die Höhe der aktuellen Wahlkampfkosten-Erstattung festlegt, sagte Klostermann dem MDR. Derzeit werde der rund eine Million Euro schwere Jahresetat der Thüringer Sozialdemokraten etwa zu einem Drittel durch Mittel der Bundespartie gespeist. Den Rest bringen Mitglieder durch Beiträge und Mandatsträger durch freiwillige Abgaben auf.


Neuhaus-Schierschnitz: Carport brennt ab

In der Nacht zu Donnerstag ist in Neuhaus-Schierschnitz im Landkreis Sonneberg ein Carport abgebrannt. Wie die Polizei mitteilte, konnte rechtzeitig verhindert werden, dass das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus übergreift. In dem Unterstand war Brennholz gelagert. Warum das Carport Feuer fing, ist noch unklar. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro.


Fambach: 23.000 Euro Schaden durch Vorfahrtsfehler

23.000 Euro Sachschaden sind am Mittwochnachmittag bei einem Unfall in Fambach (Kreis Schmalkalden-Meiningen) entstanden. Wie die Polizei mitteilte, missachtete ein 63-jähriger Autofahrer die Vorfahrt und stieß mit einem anderen Pkw zusammen. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt.


Zella-Mehlis: Kirche mit rot-brauner Farbe besprüht

In Zella-Mehlis (Kreis Schmalkalden-Meiningen) haben bislang Unbekannte die Fassade der Magdalenenkirche mit rot-brauner Farbe angesprüht. Ereignet hat sich der Vorfall laut Polizei in der Zeit zwischen Montagabend und Dienstagmorgen. Derzeit wird von einem Schaden von etwa 200 Euro ausgegangen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die in der Hauptstraße in Zella-Mehlis etwas Auffälliges beobachtet haben.


Streufdorf: Polizei untersucht blaugefärbte Streufdorfer Kreck

Die Polizei in Suhl geht derzeit einer möglichen Umweltverschmutzung im Kreis Hildburghausen nach. Grund ist eine dunkelblaue Farbe im Zulauf der Streufdorfer Kreck in der Roßfelder Straße. Die Feuerwehr hat vor Ort Proben des leicht blau gefärbten Wassers genommen. Ob es sich tatsächlich um ein Umweltdelikt handelt wird nun geprüft. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.


Suhl: Netzbetreiber Tennet favorisiert noch immer Verlauf durch Südwestthüringen

Der Netzbetreiber Tennet hält nach wie vor den Verlauf des geplanten SüdLink durch Südwestthüringen für die beste Variante. Das berichtet das Freie Wort und beruft sich auf Angaben des Unternehmens. Danach ist die von Thüringen vorgeschlagene Alternativroute gutachterlich schlechter geeignet als der weiter östlich verlaufende Vorschlag von Tennet. Der Freistaat hatte bei den Antragskonferenzen für das Milliardenprojekt einen eigenen Vorschlag eingebracht. Die Bundesnetzagentur hatte daraufhin Tennet beauftragt, den Vorschlag genauso zu prüfen, wie die eigenen Unternehmensvorschläge. Im Ergebnis des 115-seitigen Papiers heißt es, dass der Vorschlag Thüringens auffällig mehr Konfliktpunkte hervorrufe, als die Tennet-Variante, zum Beispiel beim Queren von Naturschutzgebieten. Thüringens Alternativvorschlag weise demnach 70 Konflikte und Tennet dagegen nur 41 Konflikte auf. Ein Sprecher des Umweltministeriums nannte das Ergebnis wenig überraschend und verwies darauf, dass das letzte Wort die Bundesnetzagentur habe.

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2017, 21:17 Uhr