Süd-Thüringen

Schmalkalden : Abschlussbericht zu Erdfall-Ursache noch nicht fertig

Fast zwei Jahre nach dem spektakulären Erdfall in Schmalkalden steht noch immer der Abschlussbericht zu den Ursachen aus. Lutz Katzschmann von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie sagte MDR THÜRINGEN, der Bericht werde frühestens Mitte Oktober vorliegen. Personelle Engpässe in der Landesbehörde hätten die Arbeit verzögert. Gerüchte, ein ortsansässiger Mineral-Wasserhersteller habe das Erdloch verursacht, wies der Geologe Katzschmann als haltlos zurück. Das Unternehmen entnehme das Wasser aus einem Gebiet, das keine Verbindung zum Erdfall-Areal habe. Außerdem werde die Entnahme des Quellwassers kontrolliert.

Neben einem Haus befindet sich ein mit Kies zugeschüttetes, großes Erdloch.
Heute wird der damalige Krater von einem großen Kieshaufen bedeckt.

Mit dem Abschlussgutachten soll endgültig feststehen, ob zwei betroffene Ehepaare wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Die Untere Baubehörde des Landkreises hatte den Wiederbezug aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen. Aktuell leben die Paare bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zur Miete. Das Gutachten werde dringend erwartet, damit die Betroffenen eine Entscheidung fällen können, sagte Bürgermeister Thomas Kaminski dem MDR. Für den Fall, dass eine Rückkehr in die Häuser ausgeschlossen ist, hat die Stadt angeboten, die Grundstücke für den aktuellen Verkehrswert zu kaufen und den Abriss der Häuser zu übernehmen.

Der Erdfall hatte sich am 1. November 2010 ereignet und einen über 25 Meter breiten und etwas 20 Meter tiefen Krater hinterlassen. Anliegende Häuser mussten geräumt werden. Das Loch wurde mit mehreren Tausend Tonnen Kies verfüllt.

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2012, 18:36 Uhr

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