Süd-Thüringen

Energiepolitik : Machnig fordert Weiterbau von Stromtrasse

Wirtschaftsminister Matthias Machnig drängt auf den schnellen Weiterbau der 380-kV-Stromleitung durch den Thüringer Wald. Die Fertigstellung dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung unter den Stromautobahnen dürfe nicht weiter verzögert werden, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. Das Projekt werde vom Landesverwaltungsamt begleitet.

Matthias Machnig
Wirtschaftsminister Matthias Machnig

Das Bundesverwaltungsgericht hatte am 24. Mai einen Eilantrag der Gemeinde Großbreitenbach und eines Gaststättenbetreibers auf vorläufigen Baustopp der Trasse abgewiesen. Die Argumente der Kläger, dass die Stromleitung eine Beeinträchtigung für die Gemeinde als Erholungsort sowie für die Gaststätte mit sich bringe, seien nicht stichhaltig, so das Gericht. Die Leitung soll oberirdisch verlegt werden, weshalb dafür Schneisen in Waldgebiete geschlagen werden müssten. Die insgesamt 210 Kilometer lange Stromtrasse verläuft von Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt durch Thüringen bis nach Redwitz in Bayern.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) bekräftigte in einer Aktuellen Stunde am Mittwoch im Landtag ihre Forderung nach einer Art Masterplan für die Energiewende in Deutschland. Gebraucht würde ein nationales Konzept und keine Insellösungen von 16 Bundesländern. Neben Versorgungssicherheit müsse auch die Bezahlbarkeit von Energie im Blick bleiben.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2012, 20:25 Uhr

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