Justizvollzugsanstalt in Goldlauter (Thüringen).
Justizvollzugsanstalt in Goldlauter Bildrechte: dpa

Suhl-Goldlauter Häftling aus Gefängnis ausgebrochen

In der JVA Suhl-Goldlauter ist am Dienstag ein Untersuchungshäftling entwischt. Dem 35-Jährigen gelang die Flucht offenbar mit einem Warentransport.

Justizvollzugsanstalt in Goldlauter (Thüringen).
Justizvollzugsanstalt in Goldlauter Bildrechte: dpa

Ein Untersuchungshäftling ist aus dem Gefängnis in Suhl-Goldlauter entwischt. Wie ein Sprecher des Justizministeriums MDR THÜRINGEN sagte, gelang dem 35-Jährigen bereits am Dienstagnachmittag gegen 15:15 Uhr die Flucht. Der Mann hatte einen Warentransport von seiner Arbeitsstelle innerhalb der JVA nach draußen genutzt, um das Weite zu suchen. Die Fahndung nach dem Geflohenen wurde sofort eingeleitet, blieb aber bislang erfolglos.

Fahndungsfoto der Polizei
Fahndungsfoto der Polizei Bildrechte: Polizei Suhl

Der Mann ist 35 Jahre alt, 1,72 Meter groß, hat dunkelblondes, kurzes bis mittellanges Haar, grau-grüne Augen und ist am rechten Unterarm tätowiert. Er ist dunkelblau gekleidet. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise, rät aber dringend davon ab, den Mann eigenmächtig festzuhalten. Mittlerweile wird bundesweit nach dem Flüchtigen gesucht. Der Mann, der nicht aus Thüringen stammt, sitzt seit Juni in Goldlauter ein. Er muss sich wegen möglicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Noch am Dienstagnachmittag wurde eine Generalzählung im Gefängnis Goldlauter angeordnet. In der JVA saßen laut Ministerium zum Stichtag 30. September 191 Häftlinge ein.

Insgesamt ist die Zahl der Häftlinge in Thüringer Gefängnissen zurückgegangen. Ende September saßen nach Angaben des Justizministeriums etwa 1.560 Strafgefangene ein. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt noch knapp 50 mehr. 2006 lag die Zahl der Strafgefangenen noch über 2.200. Nach Ministeriumsangaben ist die Zahl der Häftlinge seit Jahren tendenziell rückläufig. Als Grund wird unter anderem der generelle Bevölkerungsrückgang in Thüringen genannt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. Oktober 2017 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 19:50 Uhr

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7 Kommentare

20.10.2017 00:38 maki 7

Lass den junge bisschen in Ruhe ..
Der soll seine Freiheit genießen..
Was soll er in diesem Loch ?????

20.10.2017 19:14 Rückläufig 6

Rückläufig ist nicht die Einwohnerzahl sondern die fehlenden Ermittlungen. Es steht doch ständig in den Medien unter einer Straftat Zitat: "der Täter konnte unerkannt fliehen"
Und falls doch mal jemand zufällig erwischt wird, gibts zuerst eine Bewährungsstrafe.

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