Süd-Thüringen

Langlauf | Tour de Ski in Oberhof : Herrmann überrascht - Männer in Sichtweite

Bei Plusgraden und teilweise bei Nebel ist am Sonnabend in Oberhof die Tor de Ski gestartet. Während bei den Frauen eine Schlemaerin überraschend an der Spitze des Klassements mitmischte, mussten sich die Männer mit kleineren Brötchen zufrieden geben.

Herrmann nah am Podium     

Denise Herrmann
Denise Herrmann kam mit den Bedingungen glänzend zurecht. (Archivbild)

Im Auftaktrennen der Frauen ist Denise Herrmann starke Vierte geworden. Den Sieg beim 3,1 Kilometer langen Prolog holte sich Kikkan Randall in 7:28,1 Minuten. Hinter der US-Amerikanerin platzierten sich zwei Favoritinnen auf den Gesamtsieg: Charlotte Kalla (Schweden/+ 4,4 Sekunden), Siegerin der Ausgabe 2007/2008, und Justyna Kowalczyk (Polen/4,7), Siegerin der letzten drei Jahre, komplettierten das Podium. Herrmann fehlten schon 9,3 Sekunden auf Randall: "Ich bin sehr zufrieden. Dass der vierte Platz jetzt rauspringt, ist einfach super. Die Strecke gefällt mir", strahlte die 24-Jährige vom SC Oberwiesenthal.

Top-Favoritin Therese Johaug aus Norwegen wurde bei Plusgraden und Nebel Zwölfte (17,2). Von den weiteren deutschen Starterinnen konnte sich nur Katrin Zeller unter den besten 30 behaupten. Die Oberstdorferin wurde mit 23,5 Sekunden Rückstand 29.

DSV-Männer nicht bei den Besten

Im Rennen der Männer untermauerte Petter Northug seine Ambitionen auf den Gesamtsieg. Der Norweger, der in den vergangenen Jahren dreimal Zweiter und zuletzt Dritter geworden war, legte beachtliche 6,1 Sekunden zwischen sich und den zweitplatzierten Schweden Marcus Hellner. Dritter wurde der Russe Alexander Leghkow (+ 7,2 Sekunden). Der Schweizer Dario Cologna, der die letzten beiden Ausgaben der Tour gewann, belegte Rang vier (10,1).

Die deutschen Männer konnten sich im nassen Schnee von Oberhof allesamt nicht im Vorderfeld platzieren. Bester DSV-Läufer war Axel Teichmann vom WSV Bad Lobenstein auf Platz 22 (22,8), direkt vor Tobias Angerer vom SC Vachendorf.

Virus bremst Tscharnke aus

Den ersten Nackenschlag musste das Männer-Team des DSV schon vor dem Start verkraften: Tim Tscharnke musste wegen eines Magen-Darm-Virus kurzfristig absagen. Der gebürtige Weißenfelser zählte nach seinem Sieg beim Weltcup in Kanada Mitte Dezember über 15 Kilometer im Massenstart zu den Geheimfavoriten.

Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2012, 15:05 Uhr

1. Fernsehzuschauer:
Hoffentlich laufen die Podestplätze nicht weiter so, sowie auch in der Sportart Biathlon gestern in Schalke und nächste Woche in Oberhof. Außer Fahrkarten schießen und schlechte Laufleistungen war da nichts vorhanden. Von Thüringer Wintersportlern und deren Welterfolge ist schon lange nichts mehr zu hören, wobei das Land Bayern eine dominierende Rolle spielt für Deutschland. In Thüringen werden nach Oberhof Millionen von Euros subventioniert, wobei das Land einen Schuldenberg hat, größer als der höchste Berg von Thüringen der "Große Beerberg" von 982,9m.
30.12.2012
10:54 Uhr

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