Wiederaufbau : Bisher 150.000 Euro Spenden für Walldorfer Kirche
Für den Wiederaufbau der im Frühjahr 2012 ausgebrannten Kirche in Walldorf sind bislang rund 150.000 Euro Spenden eingegangen. Das teilte Kirchenrat Torsten Bolduan von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland am Dienstag in Erfurt mit. Unter den Spendern sei ein sechsjähriger Junge, der 69 Cent aus seiner Sparbüchse gegeben habe. Neben finanzieller Hilfe habe die Kirchgemeinde auch Handwerker-Gutscheine, Sandstein sowie Sach- und Dienstleistungen erhalten.
Die Kirche des Dorfes bei Meiningen war am 3. April 2012 durch ein Feuer fast völlig zerstört worden. Nur der Turm und die Außenmauern der im 17. Jahrhundert gebauten Kirche blieben stehen. Schon kurz darauf hatte die Gemeinde beschlossen, die Kirche wieder aufzubauen. Derzeit werden verschiedene Konzepte diskutiert. Diese reichen von einem originalgetreuen Nachbau bis zur Neugestaltung. Die Gemeinde hofft nach seinen Worten, dass die Kirchenglocken in diesem Jahr zu Weihnachten wieder läuten werden. Gottesdienste sollen aber erst in drei Jahren wieder möglich sein. Außerdem wird erwogen, im Zuge des Wiederaufbaus auch Kunstgüter aus anderen Kirchen zu erwerben, die etwa wegen Großprojekten wie Talsperrenbau oder Bergbau abgerissen werden.
Unter den Spendern für den Wiederaufbau der Walldorfer Kirche sind unter anderem der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, die Stiftung Denkmalschutz, die Gemeinde Walldorf sowie die Thüringer Staatskanzlei. Der Großteil der Kosten - bis zu sechs Millionen Euro - kommen von der Versicherung der Kirchgemeinde.
Einzigartige Kirchenburg-Anlage
Die in Jahren 1648 bis 1651 errichtete Kirche gehörte zu einer Kirchenburg, die einst als Zuflucht für die Dorfbewohner in Kriegen diente. Walldorf galt als die am besten erhaltene derartige Anlage an der Werra in Südthüringen. Die vor zwei Jahrzehnten begonnene umfassende Sanierung war erst im Jahr 2007 abgeschlossen worden.




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