Werrabahn : IHK wirbt mit Gutachten für Lückenschluss
Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat sich erneut für einen Lückenschluss der Werrabahn zwischen Eisfeld und Coburg ausgesprochen. Ein am Dienstag von der IHK in Suhl vorgestelltes Gutachten lässt nach Angaben von Präsident Peter Taut den Schluss zu, dass der Lückenschluss sinnvoll ist. Die gesamte Wirtschaftsregion Südthüringen und Nordwest-Oberfranken in Bayern würden von schnelleren Anbindungen auf der Schiene profitieren können, sagte Taut. Die Erreichbarkeit der gesamten Region Südthüringen würde durch ein besseres Angebot im Personenverkehr verbessert. So könne über die Werrbahn ein Anschluss an den ICE-Halt in Coburg ermöglicht werden. Bei einer Elektrifizierung der Strecke würde diese auch für den Güterverkehr attraktiv.
Die etwa 20 Kilometer lange Trasse zwischen Eisfeld in Thüringen und Coburg in Bayern war 1977 demontiert worden. Wegen dieser fehlenden Verbindung gebe es auf vielen Bahnverbindungen in der Region erhebliche Umwege und längere Reisezeiten, beklagte die IHK. In Südthüringen und Oberfranken wird seit längerem die Wiederherstellung der Trasse gefordert. Die Länder Thüringen und Bayern lehnten dies im Frühjahr 2009 aber ab. Nach der Landtagswahl in Thüringen verständigten sich CDU und SPD darauf, gemeinsam mit Bayern beim Bund für den Lückenschluss zu werbe, wenn Nachfrage und Wirtschaftlichkeit der Strecke durch Gutachten bestätigt werden könnten.
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