Süd-Thüringen

Werrabahn : IHK wirbt mit Gutachten für Lückenschluss

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat sich erneut für einen Lückenschluss der Werrabahn zwischen Eisfeld und Coburg ausgesprochen. Ein am Dienstag von der IHK in Suhl vorgestelltes Gutachten lässt nach Angaben von Präsident Peter Taut den Schluss zu, dass der Lückenschluss sinnvoll ist. Die gesamte Wirtschaftsregion Südthüringen und Nordwest-Oberfranken in Bayern würden von schnelleren Anbindungen auf der Schiene profitieren können, sagte Taut. Die Erreichbarkeit der gesamten Region Südthüringen würde durch ein besseres Angebot im Personenverkehr verbessert. So könne über die Werrbahn ein Anschluss an den ICE-Halt in Coburg ermöglicht werden. Bei einer Elektrifizierung der Strecke würde diese auch für den Güterverkehr attraktiv.

Intercity
Die neue Linie könnte Südthüringen an das ICE-Netz anbinden.

Die etwa 20 Kilometer lange Trasse zwischen Eisfeld in Thüringen und Coburg in Bayern war 1977 demontiert worden. Wegen dieser fehlenden Verbindung gebe es auf vielen Bahnverbindungen in der Region erhebliche Umwege und längere Reisezeiten, beklagte die IHK. In Südthüringen und Oberfranken wird seit längerem die Wiederherstellung der Trasse gefordert. Die Länder Thüringen und Bayern lehnten dies im Frühjahr 2009 aber ab. Nach der Landtagswahl in Thüringen verständigten sich CDU und SPD darauf, gemeinsam mit Bayern beim Bund für den Lückenschluss zu werbe, wenn Nachfrage und Wirtschaftlichkeit der Strecke durch Gutachten bestätigt werden könnten.

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2012, 22:01 Uhr

3. Hildegard:
was sollen immer diese Forderungen nach noch mehr Zügen oder Erneuerung der Bahnen, da muß auch Geld dazu vorhanden sein, noch ist ja nicht 100%tig sicher ob es jemals einen ICE-Halt in Coburg wirklich gibt; mit Bussen kann man genau bis nach Eisfeld und weiter gelangen und heute fährt doch fast jeder mit dem eigenen PKW, egal ob nun 23 Jahre nach der Wiedervereinigung vergangen sind, wer verreisen will, wird das entsprechende Verkehrsmittel schon finden, ist doch bis jetzt auch gegangen , am liebsten soll in jeder kleinsten Gemeinde ein Zug halten, -ja wo leben wir denn
01.11.2012
13:57 Uhr
2. Enrico Pelocke:
Neben der Werrabahn sollen auch viele andere grenzüberschreitende Eisenbahnen geprüft und gebaut werden: Leinefelde - Teistungen - Duderstadt - Göttingen, Rodach - Hildburghausen, Sonneberg - Kronach - Kulmbach - Ködnitz - Bayreuth, (Erfurt - Saalfeld -) Blankenstein - Marxgrün (- Hof - Cheb). Schlimm, daß 22 Jahre nach der Wiedervereinigung im Verkehrswesen davon so wenig zu spüren ist. Reisefreiheit sieht anders aus.
31.10.2012
20:47 Uhr
1. Werner Klingbiel:
Wäre die Werrabahn keine Eisenbahn sondern eine Autobahn wäre sie längst gebaut, nur wurde für die vor 1945 bereits begonnene Werraautobahn ersatzweise die Thüringerwaldautobahn gebaut. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses dringend notwendige Eisenbahnprojekt jetzt nicht wieder zerredet sondern zügig umgesetzt wird. Noch ist die Planung des Coburg/NBS Werrabahnabzweiges an der NBS mit geringem Aufwand möglich. Liegen erst einmal Gleise auf der NBS wiurd es erheblich schwieriger (und teurer). Zudem beweist der Kosten-Nutzenfaktor, wie richtig die Präsidenten der RBD Erfurt und der DB Nürnberg mit ihrer Absicht lagen, nach der Wende auch die Werrabahn umgehend aufzubauen. Damals wurden sie von der Politik ausgebremst. Hoffen wir dass die Politik jetzt die Zeichen der Zeit erkennt und den Lückenschluß der Werrabahn, möglichst elektromobil bis Eisenach, jetzt nicht nur in Sonntagsreden fordert sondern tatsächlich auf die Agenda setzt.
31.10.2012
09:48 Uhr

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