Thüringen

EKM-Synode : Evangelische Kirche will homosexuelle Paare segnen

Gleichgeschlechtliche Paare in Sachsen-Anhalt und Thüringen können ihre Verbindung künftig von der evangelischen Kirche segnen lassen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Sonnabend in Erfurt gefasst. Damit wolle die Kirche würdigen, dass die Partner füreinander und auch für Kinder Verantwortung übernehmen, sagte ein Sprecher der Landeskirche. In ihrem Beschluss betont die Synode, die Diskriminierung von Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Kirche und Gesellschaft sei unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild.

Außerdem verabschiedete das Kirchenparlament den Haushalt für das Jahr 2013. Der Etat sieht Ausgaben von rund 163 Millionen Euro vor, davon etwa die Hälfte für Personalkosten. Im kommenden Jahr muss die Landeskirche nach Angaben von Finanzdezernent Stefan Große Einbußen bei der Kirchensteuer hinnehmen. Die Einnahmen daraus werden um etwa sechs Millionen Euro niedriger sein als im laufenden Jahr.

Regionalbischof gewählt

Landesbischöfin Ilse Junkermann gratuliert Diethard Kamm
Landesbischöfin Ilse Junkermann gratuliert Diethard Kamm

In einem weiteren Beschluss forderten die 82 Synodalen die Landesregierungen von Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg auf, Abschiebungen von Flüchtlingen aus dem Kosovo, Serbien und Mazedonien auszusetzen. Außerdem baten sie die Regierungen, sich für einen bundesweiten Abschiebestopp von Roma, Ägyptern und Ashkali aus dem Kosovo einzusetzen.

An ihrem letzten Sitzungstag der Herbstsitzung wählte die Synode außerdem den Superintenendenten des Kirchenkreises Jena, Diethard Kamm, zum Regionalbischof für das Propsteisprengel Gera-Weimar. Die Stelle war seit einem Jahr vakant. Kamm hatte das Amt bereits seit Jahresanfang kommissarisch ausgeübt. Bereits am Freitag war die Braunschweiger Pfarrerin Kristina Kühnbaum-Schmidt zur Regionalbischöfin für das Sprengel Meiningen-Suhl gewählt worden.

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2012, 21:31 Uhr

5. Matthias:
Sehr richtig Steffen: Statt die Liebe und gegenseitige Verantwortungsübernahme auch zwischen homosexuellen Paaren zu würdigen, sollte die EKM sich mehr für den Fortbestand der Gesellschaft einsetzen. Ein wichtiger Schritt hierzu wäre die Zwangs-Scheidung heterosexueller Paare, die auch nach zwei Jahren noch keine zwei Kinder gezeugt haben... ach lasst uns nicht unmenschlich sein - sagen wir drei Jahre... Als nächstes alle Menschen ohne Organspendeausweis ausschließen...
26.11.2012
15:40 Uhr
4. Steffen:
Seit wann gewährt Homosexualität den Fortbestand einer Gesellschaft? Mann+Mann ... Kind ??? Frau +Frau ... Kind ??? Noch mehr von den Befürwortern , na gute Nacht ! Macht am besten einen eigenen Staat auf und erfindet ganz schnell Roboter die Euch im Alter pflegen !
25.11.2012
21:42 Uhr
3. Marcus:
Auch wird hier nach wie vor unterschieden zwischen einer Ehe und Gottes Segnung und unter anderem wird hier argumentiert mit dem besonderen Stellenwert der Familie und auch der daraus resultierenden Unterscheidung. Demnach kommt man also der Sache zwar entgegen, von einer Gleichstellung kann aber immer noch keine Rede sein. Im übrigen leben homosexuelle Menschen in einer eingetragenen Partnerschaft durchaus konservative, familieäre Werte in dem sie 100%ig die selben Verpflichtungen eingehen wie in einer Ehe, dennoch aber nach wie vor nicht 100% Rechte eingeräumt bekommen. Das moderne Familienbild besteht keineswegs aus Mutter, Vater und Kind sondern auch anderen Konstilationen. Dennoch schön zu sehen das nun weitere Landeskirchen zur Segnung bereit sind.
25.11.2012
14:32 Uhr
2. Marcus:
leider ist dieser Bericht glaube ich nicht ganz vollständig. Die Landeskirchen geben lediglich eine Emfehlung heraus, überlassen aber das letzte Wort den Presbyterien in den entsprechenden Kirchengemeinden und wenn diese sich dennoch dagegen entscheiden, sind die homosexuellen Paare gezwungen das entweder so hinzunehmen oder sich eine offenere Gemeinde zu suchen um Gottes Segen zu bekommen.
25.11.2012
14:31 Uhr
1. gitte:
... und das ist nun gut so !!! Ich bin froh, dass diese Ausgrenzung ein Ende hat.
25.11.2012
08:54 Uhr

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