Thüringen

Alternative Pflegeform : Tagespflege wird in Thüringen immer beliebter

In Thüringen werden zu Hause lebende Senioren immer häufiger tagsüber in Pflegeeinrichtungen betreut. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN hat sich die Zahl der sogenannten Tagespflegeplätze innerhalb von zehn Jahren mehr als verdreifacht. Nach den aktuellsten Zahlen des Landesamtes für Statistik wurden Ende des vergangenen Jahres 1.635 Plätze registriert. Im Jahr 2001 waren es noch 534.

Eine Frau hält die Hand einer Seniorin
Im Jahr 2011 wurden 1.635 Plätze bei der Tagespflege in Thüringen registriert.

Der tatsächliche Bedarf ist nach Experteneinschätzung allerdings noch höher. Auch Sozialverbände und Träger von Pflegeeinrichtungen bestätigen ein wachsendes Interesse an dem Angebot. Stefan Werner vom Paritätischen Wohlfahrtsverband sagte MDR THÜRINGEN, der Vorteil dieser Pflegeform sei, dass die Pflegebedürftigen zu Hause wohnen bleiben können und trotzdem die pflegenden Angehörigen entlastet werden. Am häufigsten werde diese Pflegeform bisher für demenzkranke Menschen genutzt.

Die Zahl derjenigen, die Anspruch auf Pflegegeld haben, hat sich in Thüringen in den vergangenen zehn Jahren um rund 35 Prozent - von etwa 61.000 auf 82.322 - gesteigert. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) Thüringen führt die Entwicklung auch darauf zurück, dass seit 2008 ein Teil der Kosten für die Tagespflege erstattet werden. Pflegereferentin Angelika Hohlfeld sagte MDR THÜRINGEN, bis dahin sei für die ambulante Pflege ein einheitlicher Satz gezahlt worden, egal ob die Senioren zusätzlich tagsüber außer Haus betreut wurden oder nicht. Nun würden aber beispielsweise in der Pflegestufe eins für die Tagespflege monatlich bis zu 225 Euro erstattet.

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2012, 19:00 Uhr

1. selbst betroffen:
Warum wohl wird die Tagespflege zu Hause immer beliebter. Das liegt doch an der die Altersarmut. Die dazu Zahlung für das Pflegeheim liegt bei 1300,- Euro und steigend,wer weniger Rente erhält ist leider davon betroffen ganz einfach. Welche Bürger bekommen aber so eine hohe Rente? Bestimmt nicht die, die ihr Lebenlang schwere Arbeit leisten mussten (Witwenrente ausgeschlossen). Wobei auch sehr viele klein Gewerbetreibente die jahrelang richtig Steuern bezahlt haben in die Armutsfalle getrieben werden. Armes Deutschland, so geht man nicht mit seinen Bürgern, um die für das Wirtschaftswachstum in ihrer Region beigetragen haben.
23.11.2012
14:55 Uhr

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