Handball | Turnier : THC erst im Finale geschlagen
Die Handballerinnen des Thüringer HC sind im stark besetzten Turnier um den Ladies-Cup im Saarland Zweite geworden. "Ich bin richtig stolz auf meine Truppe", sagte Trainer Herbert Müller nach drei Siegen und der abschließenden Finalniederlage.
Die nach Verletzungen vor allem im Rückraum geschwächten Thüringerinnen hatten zuerst SCM Craiova am Sonnabend souverän 26:16 (12:8) bezwungen. Es folgte ein 26:24 (14:13) gegen den norwegischen Vizemeister Byasen Trondheim, der mit zwei Goldmedaillengewinnerinnen von London angereist war. "Es war das überragende Turnierspiel - von beiden Seiten. Auch die anderen Mannschaften haben gesagt, dass es das vorweggenommene Finale war", sagte Müller, dessen Team hier vor allem spielerisch überzeugte. Die Tür zum Finale stieß sein Team aber erst am Sonntag mit einem 18:15-(7:10)-Erfolg gegen HC Zalau aus Rumänien auf.
Großer Kampf, knappe Niederlage
Gegner im Endspiel war Frankreichs Titelträger Handball Metz. Die Französinnen erarbeiteten sich schnell einen kleinen Vorsprung (7:3) und bauten ihn auch weiter aus. Das lag auch am fehlenden Glück des THC, der nach 20 Minuten bereits acht Mal das Torgebälk getroffen hatte. Zur Halbzeit stand es 13:19. In den letzten 20 Minuten mobilisierten die angeschlagenen Thüringerinnen noch einmal alle Kräfte. Dieses Aufbäumen hatte Erfolg: Mit drei Toren Rückstand (26:29/ 50.) ging es in den Endspurt, bei dem der französische Meister aber seine ganze Routine ausspielte. THC-Coach Müller war dennoch hochzufrieden: "Wie sich meine Mannschaft gegen internationale Spitzenteams durchgekämpft hat, war absolut überragend. Die Spielerinnen bekommen jetzt zwei Tage frei, dann bereiten wir uns drei Wochen lang auf das erste Punktspiel vor und arbeiten im taktischen Bereich."

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