Thüringer des Monats

Auszeichnung : Christel Werner ist Thüringerin des Jahres

Ob Lebensretter, Ersatz-Oma, ehrenamtliche Sozialarbeiterin oder einfach Vollbringer einer guten Tat ... Einmal im Monat wird in Thüringen der "Thüringer des Monats" gewählt. In den vergangenen neun Tagen haben Sie die 18. "Thüringerin des Jahres" gewählt: Christel Werner.

Thüringer des Jahres

Mehr als 43 Prozent der Anrufer und Internetnutzer stimmten bei der gemeinsamen Aktion "Thüringer des Jahres" des MDR THÜRINGEN und der Thüringer Ehrenamtsstiftung für Christel Werner. Insgesamt wurden knapp 40.000 Stimmen abgegeben.

Die 26-jährige Christel Werner aus Zedlitz hat mit der von ihr gegründeten Bürgerinitiative innerhalb eines Jahres weit mehr als 50.000 Euro an Spendengeldern für die Rettung der Turmspitze der Osterburg in Weida gesammelt. Bei einem Aufstieg auf die Osterburg zur 800-Jahr-Feier der Stadt Weida im Jahr 2009 stellte die Pyrotechnikerin gemeinsam mit ihrem Vater fest, dass der Turm durch Witterungseinflüsse bereits sichtbare Schäden hatte. Unter diesem Eindruck stehend gründete Christel Werner die Initiative zur Rettung der Osterburg-Turmspitze.

Doch aller Anfang war schwer: Zum ersten Vortragsabend mit selbst gebackenem Kuchen kamen nur 30 Besucher. Doch Christel Werner engagierte sich entschlossen und hartnäckig weiter, bis irgendwann auch bei den Weidaern der Knoten platzte. So kam schließlich die stolze Spendensumme von 56.000 Euro zusammen, unter anderem auch aus Aktionen wie dem MDR-Sommernachtsball im vergangenen Jahr, einer Weihnachtstombola und einem Buchbasar. Die Stadt stellte eigene Mittel bereit und bekam obendrein noch Fördergelder in Millionenhöhe.

Thüringer des Jahres 2011

Ihre Anhänger hatten sich bei der Abstimmung zum "Thüringer des Jahres" bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Unterstützern von Benjamin Heimbürge aus Flurstedt geliefert. Der 21-jährige gelernte Krankenpfleger engagiert sich seit seiner Jugend aktiv beim Technischen Hilfswerk.

Platz drei belegte Leroy Richter aus Arnstadt. Der 19-Jährige hatte Mitte des Monats an der Lütsche-Talsperre zwei Menschen und einem Dackel das Leben gerettet, die ins Eis eingebrochen waren.

Der Direktor des MDR LANDESFUNKHAUSES, Werner Dieste, sprach in seiner Festrede den Siegern und den anderen "Thüringern des Monats" seine besondere Wertschätzung aus. Er sagte, "es gibt nichts Gutes, außer man tut es". Hätte Erich Kästner diesen Satz nicht bereits gedichtet, so hätte ihn sicher das MDR LANDESFUNKHAUS THÜRINGEN als Motto für seine Aktion "Thüringer des Monats" erfunden. Seit 1994 ehren wir zwölf Mal im Jahr Bürgerinnen und Bürger aus dem Freistaat für ihr ehrenamtliches Engagement."

Die Preise

Die "Thüringerin des Jahres" darf sich über ein Verwöhnwochenende im Wartburghotel Eisenach und eine Urkunde freuen. Für die/den Zweit- und Drittplatzierten gibt es ein Wochenende im Berghotel Oberhof bzw. im Lindnerhotel in Masserberg. Doch vor allem profitiert die gute Sache: Für die Initiative der Siegerin gibt es 2.000 Euro, für die Plätze zwei und drei jeweils 1.000 Euro.

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2011, 11:45 Uhr

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"Thüringer des Monats"

... ist eine Aktion des MDR THÜRINGEN und der Thüringer Ehrenamtsstiftung.

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