Thüringen

Finanznot : Tierschützer beklagen mangelnde Unterstützung

Die Tierschützer in Thüringen fordern mehr Unterstützung durch die Politik. Der Vorsitzende des Landestierschutzbundes, Gerd Fischer, sagte MDR THÜRINGEN, das Land Thüringen habe in den letzten 22 Jahren lediglich drei Millionen Euro für den Ausbau der Tierheime übrig gehabt. Das sei viel zu wenig, so Fischer. Er beklagte zudem eine mangelnde kommunale Unterstützung der Tierheime. Einige Kommunen verweigerten die Finanzierung sogar generell.

Kaum noch freie Plätze in Tierheimen

Kleine Katzen in einem Tierheim
Vor allem Katzen bereiten den Tierheimen Sorgen

In den 28 Thüringer Tierheimen ist laut Tierschutzbund derzeit kaum noch ein Gehege frei. In der absoluten Mehrheit in den Heimen seien Katzen. Frei laufende Katzen vermehrten sich nahezu ungebremst. Die Kosten für eine Sterilisierung oder Kastration von Katzen seien so hoch, dass sie von den ehrenamtlichen Helfern, aber oftmals auch von den Besitzern nicht mehr bezahlt werden können, erklärte Fischer. Allerdings würden auch Kaninchen, Kanarienvögel oder Meerschweinchen in die Heime gebracht, weil die Besitzer sich die Haltung finanziell nicht mehr leisten können.

Zuletzt aktualisiert: 23. Dezember 2012, 19:00 Uhr

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