Gastgewerbe : Thüringen will Kampf um ausländische Gäste nicht aufgeben
Thüringen will sich weiter um ausländische Touristen bemühen. Das hat Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Rande des Thüringer Tourismustages 2012 angekündigt. Machnig sagte, Thüringen könne noch internationaler werden und sich ausländischen Gästen noch mehr öffnen. Besonders aus den USA und Asien wolle man Gäste gewinnen. Dazu gehört laut Machnig auch, dass der Freistaat stärker Präsenz bei internationalen Großveranstaltungen zeigt. Als Beispiel nannte er die Olympischen Spiele in London, wo zeitgleich eine Bauhaus-Ausstellung gezeigt werde.
Der Wirtschaftsminister betonte, der Tourismus sei ein Wachstumsmarkt, von dem Thüringen noch mehr profitieren könne. Dabei verwies er auf jüngste Statistiken, wonach der Freistaat im Tourismus-Ranking der Bundesländer nur im Mittelfeld liege. Mit mehr Werbung und mehr Qualität sollen nun mehr Gäste gewonnen und zugleich länger im Land gehalten werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Freistaat auf die Fahnen geschrieben, mehr Touristen aus dem Ausland anlocken zu wollen. Die Thüringer Tourismus GmbH hatte 2011 auf die zahlreichen Konzerte und Ausstellungen des Liszt-Jahres gesetzt.
Tourismus wächst langsam - Auslandsgäste kaum erfassbar
Dem Landesamt für Statistik zufolge ist der Tourismus in Thüringen zwar weiter im Aufwind. Jedoch bleibt der Freistaat hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück, wo die Zahl der Übernachtungen im Schnitt um gut acht Prozent anstieg. Eine statistische Auswertung Anfang des Jahres ergab, dass der Ausländer-Anteil bei den Übernachtungsgästen zuletzt weniger als ein Prozent betragen hatte. Der Großteil der ausländischen Besucher stammte aus europäischen Staaten, vor allem aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Gäste aus den USA, Japan und China spielten in der Statistik eine vergleichsweise geringe Rolle. Im Durchschnitt bleiben die Gäste knapp drei Tage. Als Zugpferd gilt der Thüringer Wald.

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