Thüringen-Trend Zustimmung für CDU-SPD-Koalition gestiegen

Die politische Stimmung in Thüringen ist unverändert: Eine aktuelle dimap-Umfrage im Auftrag des MDR ergab, dass die CDU weiterhin stärkste Partei im Land ist, vor Linken und SPD. Rechnerisch sind daher sowohl eine schwarz-rote als auch eine rot-rote Koalition möglich. Allerdings ist im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai die Zustimmung für eine Fortsetzung des derzeitigen Regierungsbündnisses gestiegen.

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Thüringen kann keine der drei großen Thüringer Parteien CDU, Linke und SPD auf die Chance einer Alleinregierung hoffen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest-dimap im Auftrag des MDR käme die CDU derzeit auf 36 Prozent der Stimmen. Die Linke würde zweitstärkste Partei mit 27 Prozent der Stimmen, die SPD mit 19 Prozent wäre drittstärkste Partei. Im Vergleich zur dimap-Umfrage im Mai dieses Jahres haben sich die Werte kaum verändert. Lediglich die Linke hat hier einen Prozentpunkt verloren.

Der aktuellen Umfrage zufolge wären die Grünen mit einem Stimmenanteil von sechs Prozent die vierte Partei im Thüringer Landtag. Sie legen im Vergleich zur letzten Umfrage um einen Prozentpunkt zu. Die FDP verharrt weiter bei zwei Prozent und würde damit den Wiedereinzug in das Parlament klar verfehlen. Weiterhin offen ist der mögliche erstmalige Einzug der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in den Landtag. Ihr Stimmenanteil liegt unverändert bei vier Prozent und damit knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde. Deutlich unter dieser Hürde liegt die rechtsextreme NPD mit zwei Prozent.

Ergebnisse der Dimap-Umfrage: Thürigingentrend Juli 2014
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für mögliche Koalitionen bedeuten diese Werte nach wie vor: Eine Fortsetzung des derzeitigen Regierungsbündnisses von CDU und SPD ist ebenso möglich wie eine Koalition von Linke und SPD oder von Linke, SPD und Grünen. Für eine schwarz-grüne Koalition reicht es hingegen nicht. Eine Koalition von CDU und Linken gilt als unwahrscheinlich.

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16 Kommentare

17.07.2014 14:33 to-bi 16

Es geht scheinbar einigen Thüringern zu gut, dass sie unbedingt Rot-Rot-Grün wollen. Und die SPD treibt sich mit ihrer Offenheit für einen linken MP selbst in eine unumkehrbare Sackgasse und in die Bedeutungslosigkeit. Herr Dewes lässt grüßen. Er hat die SPD in Thüringen doch 1999 erst richtig klein und unbedeutend gemacht. Und Frau Taubert hat auch nichts Besseres zu tun, weil sie selbst so blass ist und gerade als Sozialministerin keinerlei Konturen zeigt.

15.07.2014 17:54 Konstantin 15

@ "Sozialdemokratin": laut MDR Hörfunk wollen 2 von 3 SPD-Wählern eine Koalition mit der CDU. Daher muss wohl Ihre SPD darauf achten, wegen ihrer rot-roten Pläne im September nich ausgewechselt zu werden! ;-) Die CDU hat gute Arbeit geleistet, sogar mit der SPD...

15.07.2014 17:13 Andreas Grunewald 14


@Peter: Nehm's nicht übel, finde es sehr lustig! Aber es hilft, sich mal über die Linke zu informieren, Programm und so, das kann hilfreich sein!

@Sozialdemokratin: Stimme zu, außer daß Bodo MP wird, ist besser! Frau Taubert wird eine gute Vize!

15.07.2014 17:07 Peter 13

@ Sozialdemokratin: Was Sozis unter verlässlicher Finanzpolitik verstehen kann man in NRW und Co. sehr gut beobachten. Aber wenn die Menschen sich gern blenden lassen dann soll es so sein. Aufräumen müssen dann wieder die "Anderen".

15.07.2014 15:05 Sozialdemokratin 12

Rot-grün-rot unter Heike Taubert wird die nächste Thüringer Landesregierung sein. Die Menschen haben nach 25 Jahren den CDU-Filz satt. Wenn Thüringen eine Zukunft haben soll, , braucht das Land eine noch konsequentere Abkehr von der CDU-Niedriglohnpolitik. Thüringen braucht moderne Verwaltungsstrukturen und eine verlässliche Finanzpolitik. Die große Koalition fortzuführen wäre ein Experiment, das sich Thüringen nicht länger leisten kann. Das wird keine Rote-Socken-Kampagne und keine Gewaltsprache (zerspargeln, überfluten, zerschneiden) und kein Affen/Wolfs-/oder Monsterkreisvokabular etwas dran ändern. Denn Demokratie braucht den Wechsel.

15.07.2014 14:24 Bürger 11

Lieber MDR, ich wünschte mir sehr, dass Sie vielleicht eine Fragerunde zur Aufklärung der Bevölkerung noch VOR den Landtagswahlen machen (Linke, ein Arzt, konkret konfrontierte Menschen) Um auch Jugenliche aufzuklären.Drogendealer werden begrenzt,Kontrolle da ist.Das würde auch die Polizei begrüßen. [...]* Ich habe erst einen sehr, sehr wertvollen Menschen verloren, er musste menschenunerträglich, qualvoll unter den Schmerzen leiden. Seine Erfahrungen sollen weiterleben!

* Vielen Dank für Ihren Hinweis, den wir gerne an unsere Thüringen-Kollegen weitergeleitet haben! Die externen Links mussten wir bei Veröffentlichung leider entfernen. Beste Grüße, MDR.DE-Redaktion

15.07.2014 14:23 Bürger 10

Die Linken wollen gar keine "Drogen" legalisieren, das ist eine Unterstellung, die von der CDU betrieben wird. Richtig ist, das Cannabis begrenzt entkriminalisiert werden sollte. Und zwar medizinisch überwacht. Die Ärzte haben in der Behandlung Schwerstkranker wenig Möglichkeiten. Stehen Sie mal vor einem Krebskranken, der qualvoll unter seinen Schmerzen leiden muss! Zur Zeit gibt es da nur Morphium, selbst da sind die Ärzte sehr begrenzt in der Verschreibung. Ich finde so eine populistische Darstellung der CDU/Mohring unverantwotlich!
Cannabis könnte eine Erleichterung sein, auf Rezept natürlich.

15.07.2014 14:22 Peter 9

Andreas Grunewald: Nachtrag - Ihre Linken und deren Vorgänger hatten 40 Jahre Zeit und haben fast nur Mist gemacht. Nicht nur bei uns sondern auch in vielen anderen Ländern. Warum sollte es jetzt nur einen Deut besser werden. Nein das glaube ich nicht und die Mehrheit ganz offensichtlich auch nicht denn ansonsten hätten Ihr Bodo und Co. 50%+!

15.07.2014 14:18 Peter 8

Andreas Grunewald: Ja und die gebratenen Tauben werden vom Himmel fallen und die Thüringer werden anstrengungslosen Wohlstand bekommen. Warum? Weil der Bodo an die Macht kommt! Nehmen Sie es mir bitte nicht übel aber solche [...]*

* Beleidigung gelöscht - MDR.DE-Redaktion

15.07.2014 14:14 Sigrit 7

Dass die Linke in Regierungsverantwortung bisher immer versagt hat, zeigen ja nicht nur 40 Jahre DDR, sondern auch die Länder im Osten, die von der Linken/PDS mitbestimmt wurden/sind: In Brandenburg gehen die Lichter aus, in Berlin musste erst die Linke nach unzähligen Skandalen abgewählt werden, bevor es mit Berlin endlich wieder beragauf gehen konnte. Sachsen-Anhalt wurde durch die PDS-Tolerierung in den 90ern noch bis heute spürbar zurückgeworfen. Wer Rot-Rot will, kann gern nach Brandenburg ziehen!