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Musikfestival

"Thüringer Bachwochen" locken auch 2009

Am 3. April haben die "Thüringer Bachwochen" begonnen, die bis zum 26. April dauern. In seiner fünften Auflage bietet das Festival 32 Veranstaltungen. Höhepunkte sind die Konzerte des Amsterdam Baroque Orchestra sowie der Pianisten Martin Stadtfeld und Gabriela Montero. Eine Premiere ist das Projekt "generation_bach@school".

Orchester in einer Kirche ; Rechte: Marco Borggreve
Bestreiten das Eröffnungskonzert: Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Die "Thüringer Bachwochen" gehen in diesem Jahr in ihre fünfte Saison. Wie die Veranstalter mitteilten, sind bis zum 26. April mehr als 30 Konzerte und Projekte geplant. Zum Auftakt gab es einen doppelten Paukenschlag. Am Vorabend des Eröffnungskonzerts luden Thüringer Familien zur "Langen Nacht der Hausmusik" in ihre Wohnungen ein. Im vergangenen Jahr fanden auf diese Weise 50 Hausmusikkonzerte mit 2.000 Besuchern statt. Zur offiziellen Eröffnung lädt dann am 04. April 2009 der renommierte holländische Dirigent und Organist Ton Koopman mit seinen Amsterdam Baroque Choir & Orchestra in die Arnstädter Bachkirche. Präsentiert wird Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion. Und damit Bach nicht nur in Kirchen- und Konzertsälen erklingt, wird er im Rahmen der "Thüringer Bachwochen" auch modern bearbeitet: mit einer Kino-Reihe mit Bach-Filmen, einem Ballettabend "Apropos Bach" und Jazzinterpretationen des "Bl!ndman Saxophone Quartet".

Gabriela Montero, in barockem Sessel sitzend. ; Rechte: Sheila Rock
Zum ersten Mal bei den Thüringer Bachwochen: Pianistin Gabriela Montero.

Starpianisten, Kreuzchor und weitere Höhepunkte

Zu den Höhepunkten des Festivals gehören die Auftritte zweier Ausnahme-Pianisten. Martin Stadtfeld kommt bereits zum dritten Mal nach Thüringen und stellt in Weimar seine Interpretation des "Wohltemperierten Klaviers" vor. Die Italienerin Gabriela Montero debütiert mit ihrem Programm "Bach and beyond" im Theater Erfurt. Außerdem kehren die Berliner Barock Solisten nach ihrem Vorjahreserfolg zu einem Konzert nach Weimar zurück. Auch die Akademie für Alte Musik Berlin, "Akamus", spielt in Weimar. Im Schloss Belvedere interpretiert sie Bachs "Kunst der Fuge". Zu einem Osterkonzert lädt das belgische Ensemble "Il Fondamento" in Bachs Traukirche nach Dornheim, und The New Dutch Academy gibt ein Konzert mit dem ersten Nachbau von "Bachs eigenem Cello". Zum krönenden Abschluss des Festivals singt der Dresdner Kreuzchor in Eisenach Motetten und Choräle von Bach. Das letzte Konzert findet im Erfurter Dom statt. Das schwedische Rilke Ensemble wagt einen Brückenschlag von Bach zur modernen Avantgarde wie Arvo Pärt und György Ligeti.

Porträtfoto Vital Frey; Rechte: Stephan Jungck
Sagte Auftritt vor Thüringer Schülern zu: Vital Julian Frey

"generation_bach@school"

Mit einer Neuerung wollen die "Thüringer Bachwochen" den Nachwuchs noch stärker für klassische Musik begeistern. Wie in den letzten Jahren gibt es die Konzertreihe "Generation Bach" mit jüngeren Interpreten wie z.B. dem Leipziger Calmus Ensemble, dem schweizerischen Cembalisten Vital Julian Frey und den Preisträgern des letzten Bach-Liszt-Orgelwettbewerbs, Ulrich Walther und Andrew Dewar. In diesem Jahr will Festivalleiter Silvius von Kessel die Nachwuchskünstler bitten, auch in Schulen aufzutreten. Erste Zusagen liegen von Vital Julian Frey und Martin Stadtfeld zu.

15 Musiker, ganz in schwarz, simulieren das Spielen mit ihren Instrumenten; Rechte: Thüringer Bachwochen
Spielen zu Bach-Wochen Händel: Berliner Barock Solisten.

Referenz an Händel und Mendelssohn Bartholdy

Das Jahr der Jubiläen von Felix Mendelssohn Bartholdy (200. Geburtstag) und Georg Friedrich Händel (250. Todestag) nehmen die Bachwochen zum Anlass, über den musikalischen Tellerrand zu schauen. In Weimar widmen sich die Berliner Barock Solisten und Albrecht Mayer den Werken des Bach-Zeitgenossen. In Erfurt wird das Minguet-Quartett eine Brücke von Bach zu Mendelssohn schlagen, und in Gotha spielen die Pianistin Liese Klahn und das Itturiaga-Quartett Mendelssohns Klavierquartett h-Moll op. 3.

Zuletzt aktualisiert: 04. April 2009, 11:56 Uhr

 

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