Thüringen

Diskussion um Verwaltungsreform : Landrat fürchtet "Schleifung" des Bildungsstandorts Gotha

Der Gothaer Landrat Konrad Gießmann sieht im Expertengutachten zu einer Verwaltungs- und Gebietsreform in Thüringen eine deutliche Schieflage zulasten seines Landkreises und der Stadt Gotha. Gießmann bemängelte am Donnerstag, er befürchte eine "Schleifung" des Bildungsstandortes Gotha, wenn - wie im Gutachten empfohlen - sowohl die Thüringer Verwaltungsfachhochschule, das Bildungszentrum der Thüringer Steuerverwaltung und die Staatliche Fachschule für Bau geschlossen würden.

Gießmann empfahl der Landesregierung, "sehr genau hinzuschauen, ob das Aufgeben von Hochschulstandorten der Zukunftsfähigkeit Thüringens tatsächlich zuträglich ist", sagte Gießmann mit Blick auf die Vorschläge der Kommission. Gießmann deutete an, die Autoren des Gutachtens könnten eine "bewusste Ungleichbehandlung der Regionen" im Sinn gehabt haben: So sei einer der Verfasser Direktor der Weimarer Verwaltungsschule - diese sei von den Schließungsvorschlägen nicht betroffen.

Junge Union Hildburghausen unterstützt Länderwechsel

Unterdessen hat die Junge Union des Kreises Hildburghausen einen möglichen Länderwechsel Südthüringer Landkreise nach Franken unterstützt. Wie Kreisvorsitzender Christopher Other mitteilte, liegen die Landräte Christine Zitzmann und Thomas Müller darin mit der CDU-Nachwuchsorganisation auf einer Wellenlänge. Wirtschaftlich und landsmannschaftlich gehörten Südthüringen und Franken zusammen.

Die Expertenkommission, die von der Landesregierung eingesetzt worden war, hatte vorgeschlagen, aus den 17 Thüringer Kreisen acht zu machen. Die Kreise Hildburghausen und Sonneberg sollten mit der Stadt Suhl und einem Teil des Kreises Schmalkalden-Meiningen zu einem neuen Kreis Südthüringen fusionieren.

Experten schlagen acht Thüringer Landkreise vor - Gebietsreform

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2013, 17:03 Uhr

4. Dorfbürger vom Rennsteig:
Bei uns in Thüringen ist die Landesentwicklung in den Dörfern auf dem Rennsteig (Naturpark Thüringer Wald) und die Geldverschleuderung so gestaltet, als wenn man in Indien einer heiligen Kuh auf der Straße begegnet und an deren Euter diese abmelken möchte. Siehe: Die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg die sich von Thüringen gerne los sagen möchten ! Da können diese Vereine Gründen wie der Verein Naturpark Thüringen, der Rennsteigverein usw. so viel sie wollen. Der Steuerzahler wird wie immer die Zeche zahlen, wobei seine Lebensqualität täglich sinkt, wenn er in Thüringen bleibt.
08.02.2013
08:36 Uhr
3. fred:
die verwaltungsreform - nachzulesen im Portal des tbb - hat noch einiges mehr zu bieten (wenn ich das richtig verstanden habe) - fast überall außer im Bereich der Polizei ist erhebliches Einsparpotential. Gerade Ausbildungsstandorte für Land- und Komunen sollen gestrichen werden - eigentlich logisch, will man doch dort Personal einsparen. Aber viel interessanter ist auch die Personalsituation bei der Landesregierung - auch hier haben die externen Gutachter einiges zum Vorschein gebracht - schrumpft die Bevölkerung so sollte auch deren gewähtes Parlament angepasst werden. Der einzige Landstrich der wirklich lamentieren sollte und könnte ich Ostthüringen - hier können die Einwohner nicht mal zu den Bayern, Hessen, Niedersachsen zur Arbeit fahren und Kaufkraft in die Thüringer Gemeinden spülen.....
07.02.2013
21:08 Uhr
2. Observer:
Solange man in diesem Land noch Verwaltungswissenschaften studieren kann, ist keine Besserung in Sachen Staatsverschuldung und Reformfreudigkeit zu erwarten. Diese träge und überversorgte Beamtenklientel hat im Schulterschluß mit den poltisch Verantwortlichen seit Anbeginn der Bundesrepublik Deutschland das Land bis an den Rand der Handlungsunfähigkeit verschuldet!!! Das Bundesland Thüringen ist geradezu ein Paradebeispiel dafür. Daher kann ich eine Schließung von Verwaltungsfachschulen aller Art mit gleichzeitiger Gebietsreform auf allen Verwaltungsebenen nur begrüßen. Es kann nur noch besser werden, denn schlechter geht nicht mehr!!!
07.02.2013
19:24 Uhr
1. winfried:
Warum auf halbem Weg stehen bleiben ?! __ In der ehemaligen DDR gab es 3 Kreise (Erfurt, Gera, Suhl). __ Also vorwärts in die Vergangenheit.
07.02.2013
17:29 Uhr

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