Chronologie Die Kreisgliederung Thüringens seit 1990

Empfehlung zu einer gemeindlichen Entwicklung
Ein Vorschlag des Landrates des Eichsfeldkreises, Werner Henning (CDU) zur Neugliederung der Landkreise in Nordthüringen. Er empfiehlt in einem Brief an der Linke-Landtagsfraktion vom August 2012, den Eichsfeldkreis und den Kyffhäuserkreis um Gebiete der angrenzenen Landkreise Nordhausen und Unstrut-Hainich-Kreises zu erweitern. Allerdings will Henning in den Eichsfeldkreis nur Kommunen ohne Schulden übernehmen. Das bedeutet nach seinem Modell, dass für die einzugliedernden Kommunen erst deren Insolvenz festgestellt werden müsste. Bildrechte: MDR.DE
Kreisgliederung Thüringens am 3. Oktober 1990
Am 3. Oktober 1990 wurde das Land Thüringen wieder gegründet. Es setzte sich aus den früheren DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl zusammen. Das Land hatte 35 Landkreise sowie 5 Stadtkreise. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kreisgliederung Thüringens seit 7. Juli 1994
Erstmals verändert wurden die Kreisgrenzen mit der Gebietsreform, die am 7. Juli 1994 in Kraft trat. Damals wurden durch Fusionen von zwei oder mehr Altkreisen größere Landkreise gebildet. Einige Kreise wie Nordhausen und Sonneberg blieben unverändert. Die Gesamtzahl der Landkreise verringerte sich von 35 auf 17. Zu den fünf kreisfreien Städten kam eine sechste hinzu: Eisenach. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Experten schlagen acht Thüringer Landkreise vor - Gebietsreform
Eine von der Landesregierung im Jahr 2011 berufene Expertenkommission hat im Februar 2013 vorgeschlagen, die Zahl der Landkreise durch Fusionen von 17 auf acht zu reduzieren. Von den sechs kreisfreien Städten sollen nur zwei übrig bleiben: Erfurt und Jena. Gera, Weimar, Suhl und Eisenach sollen den sie umgebenden Landkreisen eingegliedert werden. Bildrechte: MDR.DE / Expertenkommission Funktional- und Gebietsreform
Thüringen | Planungsregionen und den Landkreis-Grenzen
Noch weiter geht der Präsident des Thüringer Landesrechnungshofes, Sebastian Dette. Er plädiert dafür, vier Großkreise in den Grenzen der bereits bestehenden Thüringer Planungsregionen zu bilden. Einzige kreisfreie Stadt soll Erfurt sein. Ein ähnliches Modell schlägt die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag vor. Sie empfiehlt ebenfalls, die vier Planungsregionen zum Ausgangspunkt der Überlegungen von Kreisgebietsreformen zu machen. Jedoch legt sie sich bei der Zahl der Kreise nicht fest. Vorstellbar wären laut Linke-Konzept acht Regionalkreise. Letztlich müsse der Diskussionsprozess zeigen, wie viele Kreise am Ende übrig bleiben. Die kreisfreien Städte will die Linke in die verschiedenen Regionalkreise integrieren. Bildrechte: MDR.DE
Empfehlung zu einer gemeindlichen Entwicklung
Ein Vorschlag des Landrates des Eichsfeldkreises, Werner Henning (CDU) zur Neugliederung der Landkreise in Nordthüringen. Er empfiehlt in einem Brief an der Linke-Landtagsfraktion vom August 2012, den Eichsfeldkreis und den Kyffhäuserkreis um Gebiete der angrenzenen Landkreise Nordhausen und Unstrut-Hainich-Kreises zu erweitern. Allerdings will Henning in den Eichsfeldkreis nur Kommunen ohne Schulden übernehmen. Das bedeutet nach seinem Modell, dass für die einzugliedernden Kommunen erst deren Insolvenz festgestellt werden müsste. Bildrechte: MDR.DE
Plan zur Gebietsreform in Thüringen
Die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern in Thüringen sowie die Bundesagentur für Arbeit legten im Dezember 2016 einen eigenen Vorschlag zur Kreisgliederung vor. Er unterscheidet sich kaum von dem der Landesregierung. Jedoch soll der Kreis Sömmerda mit dem Weimarer Land und Weimar zusammengehen, der Kreis Saalfeld-Rudolstadt hingegen mit seinen beiden Nachbarn im Osten fusionieren. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel
Eine politische Karte von Thüringen mit den Vorschlägen und Kreisstädten vom April 2017.
Am 19. April 2017 legt Innenminister Holger Poppenhäger einen neuen Vorschlag für eine Kreisneugliederung vor. Hier sind einige Kreisfusionen anders als im Konzept vom Herbst 2016, außerdem sollen Gera und Weimar die Kreisfreiheit behalten. Poppenhäger begründet die Änderungen mit fachlichen Stellungnahmen aus den Regionen. Außerdem macht das Innenministerium Vorschläge, welche Städte künftig die Kreisstädte sein sollen (rot). Bildrechte: MDR THÜRINGEN
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