Drei neue Großbehörden geplant Rot-Rot-Grün will Landesverwaltung umsortieren

Die Thüringer Landesregierung will drei neue Großbehörden bilden. Nach Informationen der "Thüringer Allgemeinen" soll das Kabinett am Dienstag einen Umbau der Landesverwaltung beschließen.

Eine Mitarbeiterin arbeitet 2015 vor Regalen voller Akten von Antragstellern im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Berlin.
Verwaltungsmitarbeiterin - hier im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin. Bildrechte: dpa

So sei geplant, das Landesamt für Umwelt und Geologie in Jena, das Landesbergamt in Jena und die Umweltabteilung des Landesverwaltungsamtes zu einem "Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz" zu fusionieren. Ein solcher Plan wird seit langem von Umweltministerin Anja Siegesmund verfolgt. Allerdings dürften die meisten Beschäftigten der neuen Behörde auch in Zukunft dort arbeiten, wo sie heute tätig sind: Einen Gebäude-Neubau in Jena, den sich Siegesmund gewünscht hatte, solle es nicht geben.

In den anderen beiden Großbehörden sollen die nachgeordneten Verwaltungen des Infrastrukturministeriums gebündelt werden, die sich um Bau und Landwirtschaft kümmern. Details zu diesen neuen Behörden nennt die Zeitung nicht.

"Abfindung" für den Innenminister

Die Rochade der Zuständigkeiten ist nach Darstellung der Zeitung ein Kompromiss zwischen den beteiligten Ministerien. Innenminister Georg Maier (SPD) solle als Ersatz für den Verlust der Umweltabteilung einen neuen Bereich im Landesverwaltungsamt bekommen. Das "Kompetenzzentrum Verwaltung 4.0" solle sich um die Digitalisierung von Verwaltungsaufgaben kümmern. Maier hoffe, auf diese Weise einen Großteil des Personals der Umweltabteilung im Landesverwaltungsamt halten zu können. Wo Siegesmund dann ihre Umweltexperten herbekommt, sei unklar.

Die Neuordnung solle nicht mit einem nennenswerten Stellenabbau verbunden sein. Nur zusätzliches Personal werde vermieden. Zur Begründung heiße es aus der Koalition, Grund seien immer umfangreichere Regelungen im Agrar- und Umweltbereich etwa durch EU-Verordnungen und der damit verbundene Verwaltungsaufwand.

Quelle: Thüringer Allgemeine

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. September 2017 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2017, 08:20 Uhr

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14 Kommentare

23.09.2017 13:21 Liberaler 14

Reiner Aktionismus auf Kosten der Bürger. Rot-Rot-Grün will bis 2019 irgendwas vorweisen können, nach dem die Koalition vielfach gescheitert ist. Nach dem Motto "Wir haben was getan". Um mehr geht es nicht mehr.

23.09.2017 12:39 Michael_2nd 13

Kosten unklar, Nutzen fraglich, aber zu R2G paßt es.

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