Thüringen-Trend zur Bundestagswahl CDU mit größtem Zuspruch in Thüringen - Linke auf Platz 2

Drei Monate vor der Bundestagswahl liegt die CDU in der politischen Stimmung in Thüringen klar vorn. Nach einer Umfrage von infratest-dimap im Auftrag des MDR würden aktuell 43 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat der Union ihre Stimme geben. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch bei der letzten Befragung im November 2016.

Auf dem zweiten Platz liegt die Linke, für die 20 Prozent (plus 2 Prozentpunkte) der Befragten stimmen würden. Die AfD verliert im Vergleich zur letzten Umfrage deutlich und landet bei zwölf Prozent, nachdem sie Ende vergangenen Jahres noch sieben Prozentpunkte mehr erreicht hätte. Ebenfalls auf zwölf Prozent (minus 1) käme die SPD. Für die FDP würden sich aktuell fünf Prozent der Wähler in Thüringen entscheiden (plus2), während die Grünen nur auf vier Prozent (minus 3) kämen.

Sonntagsfrage
Bildrechte: infratest-dimap/MDR

Bei einer Direktwahl der Kanzlerin hätte CDU-Chefin Angela Merkel in Thüringen klar die Nase vorn. Für Merkel würden 55 Prozent der Befragten stimmen, für SPD-Chef Martin Schulz 22 Prozent.

Kanzlerfrage TH
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Damit schneidet Merkel in Thüringen etwas besser als im bundesweiten Schnitt ab, Schulz deutlich schlechter. Bundesweit würden 53 Prozent der Befragten für Merkel stimmen und 29 Prozent für Schulz.

Kanzlerfrage DTL
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Geteiltes Echo bei den Parteien

Bei den Parteien in Thüringen riefen die Umfrageergebnisse ein geteiltes Echo hervor. Der CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring sprach von enorm guten Zahlen für die Union. Sie zeigten einen "großen Zuspruch für Angela Merkels Amtsführung", erklärte er. Die Linke-Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow bezeichnete die Zahlen für ihre Partei als Beleg dafür, dass "die Linke als starke politische Kraft für soziale und gerechte Politik erkennbar ist. SPD-Landesgeschäftsführer Michael Klostermann sagte dem MDR, die Umfrage sei nur eine Momentaufnahme. Der Rückenwind für SPD-Spitzenkandidat Schulz sei verflogen. Er sei aber sicher, dass die SPD bis zur Wahl im Herbst noch deutlich zulegen werde.

Der Vize-Landessprecher der Thüringer AfD, Stefan Möller, sagte zum Rückgang bei der Zustimmung für seine Partei, die AfD habe in Bund und Land ihr Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Der FDP-Landesvorsitzende Thomas Kemmerich zeigte sich zufrieden über die Werte für die Liberalen. Ziel bei der Bundestagswahl am 24. September seien sieben Prozent. Grünen-Landessprecherin Stephanie Erben sagte zum Minus ihrer Partei bei der Wählergunst, die Grünen könnten Umfragewerte auch drehen.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 20.06.2017 | ab 05:00 Uhr
MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20.06.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2017, 20:33 Uhr

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56 Kommentare

22.06.2017 20:15 der_Silvio 56

Nachtrag zu @54 andre; schauen sie doch mal auf den Beschluß der Regierung zur Parteifinanzierung. Wer entscheidet denn darüber, welche Partei extreme Ziele verfolgt, daß dieser Partei dann der Geldhahn zu gedreht wird...?
DAS ist ein Angriff auf die demokratische Grundordnung.
Denn wenn eine Partei NACHWEISLICH die demokratische Grundordnung angreift, gibt es juristische Instanzen, welche dann ein Parteiverbot aussprechen kann.

22.06.2017 19:35 der_Silvio 55

@54 andre; wie will die AfD die demokratische Grundordnung abschaffen? Wenn sie das so sicher schreiben, können sie das sicher belegen. Die Linken wollen am liebsten die DDR wiederholen und die derzeitige Regierung beschließt mal eben, daß der Bürger noch gläserner wird (Beschluß darüber, daß Messengerdienste für die Behörden zugänglich gemacht werden).
@52 Realist; wenn so viele Überschüsse erzielt werden, war kommt nix beim Volk an?
Warum werden so viele Menschen in den Niedriglohnsektor getrieben (von der Regierung abgenickt) und somit in Abhängigkeit vom Staat?

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