Landesregierung Thüringer Grüne geben Ministerkandidaten bekannt

Die Grünen haben als erster Koalitionspartner von Rot-Rot-Grün in Thüringen ihre Kandidaten für ein Ministeramt bekanntgegeben. Wie erwartet, handelt es sich um die bisherige Fraktionschefin im Landtag, Anja Siegesmund, und um den bisherigen Landessprecher Dieter Lauinger.

Lauinger sagte am Freitag in Erfurt, er selbst werde das Justizministerium übernehmen, wenn Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow am kommenden Freitag zum Ministerpräsidenten gewählt werde. Damit werde er auch für Zuwanderung und Verbraucherschutz zuständig sein. Siegesmund solle das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Energie leiten. Lauinger zufolge wurden die beiden Personalien vom Landesvorstand einstimmig beschlossen. Die Grünen wollten ihre Basis nicht im Unklaren darüber lassen, wen sie ins Kabinett entsenden wollten.

Sondershäuserin Pfefferlein würde in den Landtag nachrücken

Siegesmund wird nach Angaben der Grünen im Falle einer Berufung ins Kabinett ihr Landtagsmandat zurückgeben. Dadurch würde Babette Pfefferlein in den Landtag nachrücken. Sie stand auf Platz sieben der Grünen-Landesliste; das Zweitstimmenergebnis der Partei bei der Landtagswahl reichte nur für sechs Mandate. Die sechs Abgeordneten sollen nach einem Wechsel Siegesmunds ins Ministeramt aus ihrer Mitte einen neuen Fraktionschef oder eine neue Fraktionschefin wählen. Dieter Lauinger will sein Amt als Landessprecher bei der nächsten regulären Vorstandswahl in der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung stellen, sollte er Minister werden.

Linke und SPD haben bisher nicht offiziell bekanntgegeben, wen sie ins Kabinett entsenden wollen. Am Donnerstag wurde MDR THÜRINGEN aus SPD-Kreisen bestätigt, dass die Landespartei den früheren Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee als Thüringer Wirtschaftsminister gewinnen will. Die drei Parteien hatten zum Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen bekannt gegeben, für was die Ministerien verantwortlich sein werden und welche Partei welches Ministeramt besetzen darf.

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2014, 16:15 Uhr

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20 Kommentare

30.11.2014 13:11 @K.Müller 20

Eine Schande für die Bundesrepublik ist es aber auch, dass eine linksradikale Partei hier demnächst in Thüringen den Ministerpräsidenten stellen wird. Ach ja, der Verfassungsschutz wird demnächst auf dem linken Auge sicherlich sehr blind sein, was für eine nachhaltige Verbesserung für die öffentliche Sicherheit (Vorsicht, Ironie). Statt um prügelnde linksradikale "Demonstranten" kann man sich dann noch mehr um gemeingefährliche 16jährige pubertierende Spinner kümmern, die im Suff in der Öffentlichkeit die rechte Hand heben.

29.11.2014 14:38 Es ist nicht zu fassen 19

@1. wer grün wählt, wählt den Untergang: "Die 5,7 % Partei hat hier überhaupt nicht bekannt zu geben! Wahlverlierer in der Regierung, in keinem anderen Land ist das möglich!" Sie haben - 25 Jahre nach dem Ende der DDR! - noch immer nicht mal im Ansatz das deutsche Wahlrecht verstanden. Angesichts dieser peinlichen Tatsache ist es einfach nur unfassbar, was sie da oben von sich geben. Man kann es aus Westperspektive einfach nicht fassen, was hier teilweise an Kommentaren abgegeben wird. Anderswo nennt man das schlicht "bildungsfern".