Bundestagswahl

Überblick über alle Abgeordneten : Wer sitzt für Thüringen im Bundestag?

Aus Thüringen werden insgesamt 18 Abgeordnete in der kommenden Legislaturperiode im Bundestag sitzen. Dabei handelt es sich um die Gewinner der Direktmandate in den neun Thüringer Wahlkreisen sowie um Abgeordnete, die über die Landeslisten ihrer Parteien ins Parlament einziehen. Nachfolgend ein Überblick über die Abgeordneten.

Die Abgeordneten der CDU

Manfred Grund (Direktmandat im Wahlkreis 189: Eichsfeld, Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis I)

Manfred Grund hat seinen Wahlkreis Eichsfeld-Nordhausen mit 43 Prozent der Erststimmen klar gewonnen. Damit konnte er seinen Stimmenanteil im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl sogar noch ausbauen. In Berlin war er bislang Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die größte Herausforderung dieser Legislaturperiode sieht Grund in der Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Politisch aktiv ist der Diplom-Elektroingenieur seit 1989. Der CDU gehört er seit 1990, seit 1994 sitzt er im Bundestag, seit 1998 gehört er zudem dem CDU-Landesvorstand in Thüringen an. Manfred Grund ist 1955 im sachsen-anhaltischen Zeitz geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Christian Hirte (Direktmandat im Wahlkreis 190 - Eisenach, Wartburgkreis, Unstrut-Hainich-Kreis II)

Christian Hirte erhielt 34,8 Prozent der Erststimmen und gewann damit seinen Wahlkreis 190. Der Rechtsanwalt ist gebürtiger Thüringer, wurde 1976 in Bad Salzungen geboren. 1995 trat er in die CDU ein. Von 1999 bis 2005 war Hirte Vorsitzender der Jungen Union (JU) im Wartburgkreis und von 2003 bis 2007 erster Stellvertretender Landesvorsitzender der JU Thüringen, wo er seit 2007 auch Schatzmeister ist. Seine politische Laufbahn führte ihn 2005 in den Landesfachausschuss Wirtschaft, Technologie und Arbeit der CDU Thüringen und anschließend durch viele weitere Stationen. Mitglied des deutschen Bundestages ist Hirte seit 2008. Er sitzt im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Tourismus und im Unterausschuss Neue Medien.

Tankred Schipanski (Direktmandat im Wahlkreis 192 - Gotha, Ilmkreis)

Tankred Schipanski gehört zu den neuen Gesichtern im Bundestag. Der 32-Jährige hat in Gotha und im Ilm-Kreis das beste, wenn auch knappe Ergebnis erreicht. Mit 29,1 Prozent der Stimmen konnte er sich gegen die SPD-Kandidatin Petra Heß und die Bewerberin der LINKEN, Cornelia Hirsch, durchsetzen. Tankred Schipanski ist der Sohn der früheren Landtagschefin Dagmar Schipanski. Sie war bis zum Ende skeptisch, ob der Einzug tatsächlich klappt: "Ich habe schon Edmund Stoiber jubeln gesehen, dann war es nichts." Seit 1994 ist Tankred Schipanski Mitglied in der Jungen Union (JU) und seit 1997 in der CDU. Als Kreisvorsitzender des Ilm-Kreises leitet er dort die JU und gehört zudem dem Landesvorstand der JU Thüringen an. Außerdem ist er im Kreisvorstand der CDU Ilm-Kreis und stellvertretender Vorsitzender der CDU Ilmenau. Tankred Schipanski ist studierter Rechtsanwalt und unterrichtet an der Universität Ilmenau Medienrecht.

Johannes Selle (Direktmandat im Wahlkreis 191 - Kyffhäuser, Sömmerda, Weimarer Land)

Johannes Selle hat im nördlichen und mittleren Thüringen mit 33,9 Prozent die meisten Stimmen für sich verbuchen können. Er vertrat die CDU bereits bis 1998 in Berlin und arbeitete dort im Finanzausschuss. Der ausgebildete Diplom-Mathematiker studierte in Leipzig an der Karl-Marx-Universität. Mitglied der CDU ist Selle seit 1990. Seit 1998 arbeitet er für die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH Leipzig und ist seit 2007 Leiter des Erfurter KinderMedienZentrums. Selle engagiert sich unter anderem im politischen Arbeitskreis der evangelischen Allianz Deutschland und im Verein für Völkerverständigung. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Carola Stauche (Direktkandidatin im Wahlkreis 196 - Sonneberg, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis)

Carola Stauche betreut den Wahlkreis 196, der unter anderem Rudolstadt und ihre Geburtstadt Saalfeld abdeckt. Hier konnte sie nun 31,9 Prozent der Erststimmen für sich gewinnen. Ihr Sieg war allerdings sehr knapp, denn sie lag nur mit 900 Stimmen vor Norbert Schneider von den LINKEN. Potenziale für Thüringen sieht Carola Stauche vor allem im Tourismus. Außerdem hält sie das Bundesland für einen günstigen Standort für Zukunftstechnologien. Stauche begann sich nach der Wendezeit haupt- und ehrenamtlich in der CDU zu engagieren, in die sie 1990 eintrat. Seit 1995 ist Stauche stellvertretende Thüringer Landesvorsitzende und seit 1996 stellvertretende Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV). 2004 wurde die ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Rohrbach Mitglied des Thüringer Landtags, wo sie Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war. 2009 bewarb sie sich aber nicht mehr um ein Landtagsmandat, da sie für die CDU in den Bundestag einziehen wollte - erfolgreich, wie sich gezeigt hat.

Antje Tillmann (Direktmandat im Wahlkreis 193 - Erfurt, Weimar, Weimarer Land II)

Die 45-Jährige gewann in Erfurt und Weimar 30,8 Prozent der Stimmen und konnte sich erstmals gegen den SPD-Spitzenkandidaten Carsten Schneider durchsetzen. Tillmann ist seit 2002 Mitglied des Bundestages. Dort gehört sie dem Finanzausschuss und dem Haushaltsausschuss an. Erste Pläne für die kommenden vier Jahre als Bundestagsabgeordnete hat sie bereits: in einer CDU-FDP-Regierung möchte sie an einer Steuerreform mitarbeiten. Bereits mit 16 Jahren trat Tillmann in die Junge Union (JU) ein. Im Laufe ihres politischen Werdegangs war sie unter anderem von 1989 bis 1993 im Stadtrat von Neuss tätig, von 1994 bis 2002 dann im Stadtrat von Erfurt. Die Diplom-Finanzwirtin stammt aus Düsseldorf, ist geschieden und hat eine Tochter.

Volkmar Vogel (Direktkandidat im Wahlkreis 195 - Greiz, Altenburger Land)

Volkmar Vogel ist ein erfahrenes Bundestagsmitglied. Er sitzt seit 2002 für die CDU in Berlin. Jetzt hat er mit 37,4 Prozent der Erststimmen das zweitbeste Ergebnis in Thüringen erzielt. Das war besser als 2005, als er nur 31,7 Prozent der Stimmen geholt hatte. Vogel sitzt im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und möchte sich vor allem für neue Verkehrsinvestitionen einsetzen. Außerdem gehört er dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an. Mitglied der CDU ist der 50-Jährige seit 1981. Von 1991 bis 1993 war er CDU-Kreisvorsitzender in Gera-Land. Danach wechselte er in den Kreisverband Greiz und wurde dort ebenfalls Vorsitzender. Von 1990 bis 1999 war Vogel Kreistagsmitglied. Der Diplom-Ingenieur für Gerätetechnik ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.

Die Abgeordneten der Linken

Ralph Lenkert (Direktmandat im Wahlkreis 194 - Gera, Jena, Saale-Holzland-Kreis)

Ebenso wie Jens Petermann ist auch Ralph Lenkert parteilos. Im Wahlkreis Jena-Gera war er mit 30,4 Prozent der Kandidat mit den meisten Erststimmen, geht nun für die LINKEN nach Berlin. Den Weg in die Politik hat er erst vor kurzem gefunden. Seit 2004 ist Lenkert Mitglied im Jenaer Bündnis zum Erhalt der Grundschulhorte. Er war 2005 Mitinitiator des Volksbegehrens "Für eine bessere Familienpolitik", ist inzwischen dessen Sprecher. Von der Linkspartei wurde er dieses Jahr überraschend als Spitzenkandidat zur Bundestagswahl nominiert. Lenkert stammt ursprünglich aus Apolda, wuchs aber in Jena auf. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der gelernte Werkzeugmacher lehnt die Hartz- IV-Gesetze und die Auslandseinsätze der Bundeswehr ab und tritt für den Erhalt sowie den Ausbau von Kindertagesstätten ein.

Lukrezia Jochimsen (über Landesliste der Partei)

Lukrezia Jochimsen zieht über Platz 2 der Landesliste in den Bundestag ein. Sie ist die Kulturexpertin der Thüringer LINKEN. Als langjährige Journalistin arbeitete die 73-Jährige unter anderem für den Hessischen Rundfunk. Dort war sie von 1994 bis 2001 Chefredakteurin und moderierte die Sendung "3 zwei eins". Von 1985 bis 1988 arbeitete sie als ARD Korrespondentin in London. Dort war sie später auch zwei Jahre Leiterin des ARD-Fernsehstudios. Für ihre Arbeit erhielt Jochimsen mehrere Auszeichnungen, darunter 1971 den Adolf-Grimme-Preis sowie 2001 den Hessischen Verdienstorden. 2002 kandidierte sie als unabhängige Spitzenkandidatin der PDS in Hessen für den Bundestag, damals noch erfolglos. Drei Jahre später gelang ihr dann aber der Sprung ins Parlament. Seither kümmert sie sich vor allem um die Themen Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Kersten Naumann (über Landesliste der Partei)

Die 50-Jährige ist über Platz 3 der Landesliste in den Bundestag eingezogen, nach 1998 und 2005 zum dritten Mal. 2005 wurde sie Vorsitzende des Petitionsausschusses. Die gelernte Agraringenieurin gehörte von 1981 bis 1989 der SED an. Danach war sie mehrere Jahre Vorsitzende des PDS-Kreisverbandes Artern und von 1995 bis 1998 stellvertretende Landesvorsitzende der PDS in Thüringen. Bevor sie 2005 in den Bundesvorstand der PDS aufgenommen wurde, war Naumann acht Jahre lang Sprecherin des Bundesparteirates. Seit 2007 ist die Politikerin Mitglied der LINKEN und gehört inzwischen zum Bundesvorstand der Partei. Geboren wurde die Mutter von zwei Kindern in Bad Frankenhausen.

Jens Petermann (Direktmandat im Wahlkreis 197 - Suhl, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen)

Jens Petermann hat den Wahlkreis Schmalkalden-Meiningen und Suhl als Parteiloser für die LINKE gewonnen. 32,2 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Erststimme. Vor dem Wahlkampf war ihm noch ein knappes Ergebnis prophezeit worden. Letztlich konnte Petermann jedoch seinen stärksten Gegner, den CDU-Kandidaten Alexander Kästner, der 30,8 Prozent der Stimmen erhielt, klar hinter sich lassen. Die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit sieht Petermann im Arbeits- und Sozialrecht sowie in der Justiz- und Sportpolitik. Der 46-Jährige war von 1986 bis 1990 Mitglied der SED und von 2002 bis 2008 Vorsitzender des Verbandes der Arbeitsrichterinnen und Arbeitsrichter Thüringens. Petermann kommt aus Arnstadt und arbeitete zuletzt als Sozialrichter in Gotha.

Frank Tempel (über Landesliste der Partei)

In seinem Wahlkreis Altenburg hatte Frank Tempel keine Chance, zog aber über Listenplatz 4 trotzdem in den Bundestag ein. Dort will er sich vor allem für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen einsetzen. Er hofft auf einen Richtungswechsel in Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Tempel hatte zuletzt als Kriminalist in Gera gearbeitet. 2002 kam er ins Altenburger Land. Sein politisches Engagement konzentrierte sich seither nicht mehr wie zuvor auf die Gewerkschaftstätigkeit, sondern auf die Parteiarbeit im PDS-Kreisverband. 2001 trat der 40-Jährige in die PDS im Kreisverband Altenburger Land ein. Dort ist er seit September 2007 Kreisvorsitzender. Tempel wurde in Belzig geboren und verbrachte seine Kindheit aber in Brandenburg.

Die Abgeordneten der SPD

Iris Gleicke (über Landesliste der Partei)

Iris Gleicke sitzt seit 1990 für die SPD im Bundestag. In ihrem Wahlkreis Suhl-Schmalkalden-Meiningen-Hildburghausen sank ihr Erststimmenanteil diesmal um rund zehn Punkte auf 21,0 Prozent der Erststimmen. Damit hat sie etwa ein Drittel ihrer Wähler verloren. Dennoch zieht sie in den Bundestag ein, da sie auf dem zweiten Platz der SPD-Landesliste stand. Bis Oktober 2002 war Gleicke stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und zuständig für die Bereiche Infrastruktur und Jugend. Seit November 2005 ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion sowie Mitglied in der Kommission des Ältestenrates für Bau- und Raumangelegenheiten. Die Politikerin hat in diesem Jahr das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Iris Gleicke wurde 1964 in Schleusingen geboren, ist geschieden und hat einen Sohn.

Steffen Lemme (über Landesliste der Partei)

Steffen Lemme zieht über Platz 3 der Landesliste in den Bundestag ein. Steffen Lemme war für den Kyffhäuserkreis, den Landkreis Sömmerda und das Weimarer Land angetreten. Der 44-jährige Erfurter ist seit Anfang 2006 DGB-Landeschef. Er will sich in seiner neuen Position für einen flächendeckenden Mindestlohn von 7,50 Euro einsetzen. Außerdem möchte er für eine solidarische Bürgerversicherung und für eine Anpassung des Ost- und Westrentenrechts sowie für altersgerechte Arbeitsbedingungen kämpfen. Das Amt des DGB-Landeschefs will er ehrenamtlich weiterführen. Der DGB-Vorstand will noch entscheiden, ob Steffen Lemme bei der Wahl im November wieder antreten darf. Der studierte Gesellschaftswissenschaftler ist ledig und hat ein Kind.

Carsten Schneider (über Landesliste der Partei)

Seine stärkste Konkurrentin Antje Tillmann von der CDU wird Carsten Schneider im Bundestag wiedertreffen. An sie hat er seinen Wahlkreis Weimar-Erfurt verloren. Mit 22,4 Prozent der Erststimmen belegte er nur Platz drei, kann aber aufgrund seines Spitzenplatzes auf der SPD-Landesliste erneut in den Bundestag einziehen. In Berlin gilt Carsten Schneider als Fachexperte für das Thema Haushalt. In der neuen Legislaturperiode will er für gute Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung sowie gleiche Lebens- und Bildungschancen kämpfen. Außerdem will er sich für seinen Wahlkreis einsetzen, vor allem Weimar und Erfurt sind nach seiner Ansicht Motoren der Region und müssten gefördert werden. Im Bundestag sitzt Schneider seit 1998. Er ist haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion sowie Sprecher der SPD-Landesgruppe Thüringen. Der 33-Jährige ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Die Abgeordneten der FDP

Patrick Kurth (über Landesliste der Partei)

Patrick Kurth war als Spitzenkandidat der FDP in die Wahl gegangen und zieht nun über Platz 1 auf der Landesliste in den Bundestag ein. Mit seinen 32 Jahren gehört er zu den jüngsten neuen Mitgliedern im Parlament. Kurth ist Generalsekretär der Thüringer FDP. Im Wahlkampf schlug er ganz neue Wege ein. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" schrieb über ihn, er sei der "beliebteste twitternde Politiker". Inhaltlich beschäftigt sich der Politikwissenschaftler vor allem mit dem Thema Abwanderung. Seit 2003 ist Kurth Leitender Redakteur und Pressesprecher der Zeitschrift der FDP Thüringen, "Thüringen Liberal". Außerdem ist er Mitglied der Internet- und Medienkommission der FDP-Bundespartei. Kurth gehört dem Landesfachausschuss Innen, Justiz, Bundes- und Europapolitik und dem Bundesfachausschuss Internationale Politik an. Patrick Kurth stammt aus Sondershausen und studierte in Jena Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Neuere Geschichte.

Peter Röhlinger (über Landesliste der Partei)

Viele Jahre war Peter Röhlinger Oberbürgermeister der Stadt Jena - von 1990 bis 2006. Jetzt wird Berlin zu seiner Wahlheimat. Der 70-Jährige zieht über Platz 4 der Landesliste in den Bundestag ein und gehört im Gegensatz zu seinem jungen Parteikollegen Patrick Kurth zu den älteren Bundestagsabgeordneten. Dieses Doppel wurde von der Thüringer FDP bewusst ausgewählt, um die Dynamik des Jüngeren mit der Erfahrung des Älteren zu verbinden. Geprägt wurde Röhlinger vor allem durch die Kriegs- und Nachkriegszeit. Nach seinem Studium in Leipzig arbeitete Röhlinger von 1965 bis 1989 als Tierarzt. Erstes politisches Engagement zeigte er schon zu DDR-Zeiten, richtig los ging es aber erst nach der Wende. Von 1994 bis 1998 war Röhlinger FDP-Landeschef in Thüringen. Der Jenaer engagiert sich zudem als Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Röhlinger hat drei Kinder und sechs Enkel.

Die Abgeordnete der Grünen

Katrin Göring-Eckardt (über Landesliste der Partei)

Katrin Göring-Eckardt ist seit 1998 Mitglied im Deutschen Bundestag. Nun zieht sie für die Grünen erneut ins Parlament und möchte Vizepräsidentin bleiben. Sie war kulturpolitische Sprecherin für die grüne Fraktion sowie Mitglied im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Sozial- und die Familienpolitik. Zudem fordert sie demokratische Teilhabe und "modernen Feminismus". 1989 war Göring-Eckhardt Gründungsmitglied der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt. 1990 bis 1993 gehörte sie dem thüringischen Landesvorstand von Bündnis90 an. Nach der Vereinigung zu Bündnis90/Die Grünen hatte sie dort verschieden Ämter und Funktionen inne. Unter anderem war sie Mitglied im Landesvorstand der Partei, ab 1995 war sie als Landessprecherin tätig und seit 2007 ist sie Beisitzerin. Katrin Göring-Eckardt ist seit diesem Jahr Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie stammt aus Friedrichroda, ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2009, 10:36 Uhr

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