Kommunalwahl

Kommunalwahlen in Thüringen : CDU bei Kommunalwahlen vorn

CDU und Die Linke haben bei den Kommunalwahlen in Thüringen gegenüber 2004 deutlich an Stimmen verloren. Die CDU bleibt jedoch stärkste Kraft, gefolgt von der Linken. Klare Zugewinne konnten SPD und FDP verbuchen. Der Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde verhalf vielen kleineren Parteien und Vereinigungen zu Sitzen in kommunalen Parlamenten - auch der rechtsextremen NPD.

Die CDU ist bei den Kommunalwahlen in Thüringen landesweit erneut stärkste Kraft geworden. Dabei erreichten die Christdemokraten bei 33,3 Prozent. Gegenüber den Wahlen von 2004 muss sie jedoch Verluste von 7,6 Prozentpunkten hinnehmen. Zweistärkste politische Kraft in den Kommunen wurde erneut Die Linke mit 20,7 Prozent. Doch auch sie verlor recht deutlich an Zustimmung - um 3,9 Prozentpunkte.

Andere Parteien legen zu

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung sortiert Wahlbriefe zur Europawahl
Höhere Wahlbeteiligungen vor allem in kleineren Orten Thüringens

Die SPD legte um 4,6 Punkte zu, blieb aber mit 20,3 Prozent weiter hinter der Linken. Die FDP steigerte sich um 2,7 Prozentpunkte und kam landesweit auf 7,4 Prozent der Stimmen. Die Grünen legten um 1,5 Prozentpunkte zu und kamen auf 4,5 Prozent.

Vom Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde auf kommunaler Ebene profitierte unter anderem die rechtsextreme NPD. Sie wird in mehreren Kreistagen und Stadträten mit insgesamt 21 Abgeordnete vertreten sein. Insgesamt steigerten sich Freie Wähler und sonstige Parteien, darunter auch die NPD, um mehr als drei Prozentpunkte auf fast 14 Prozent.

Bei den Wahlen zu den Gemeinderäten sind die Ergebnisse der etablierten Parteien bis zu einem Drittel schlechter. Auf dieser Ebene erreichten Freie Wähler, Initiativen und Vereine etwa fünf Prozentpunkte mehr als 2004.

Höhere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung lag bei 53,3 Prozent und damit höher als vor fünf Jahren als Europa- und Kommunalwahlen nicht gleichzeitig stattfanden. Vor allem aus den kleineren Orten wurde in diesem Jahr eine höhere Beteiligung gemeldet. Die Beteiligung an den Kommunalwahlen hatte im Jahr 2004 bei 50,6 Prozent gelegen.

25.000 Kandidaten

Insgesamt bewarben sich rund 25.000 Kandidaten um etwa 10.400 Mandate. In den 17 Kreistagen und den Räten der sechs kreisfreien Städte waren mehr als 1.000 Sitze zu haben, für die rund 4.500 Kandidaten antraten. Zudem werden 949 Gemeinderäte besetzt sowie 21 Bürgermeister und 723 Ortsteil-Bürgermeister gewählt.

CDU 2004 schon stärkste Kraft

Sowohl bei den Europa- als auch bei den Kommunalwahlen hatte die CDU 2004 am besten abgeschnitten, gefolgt von der PDS (heute Die Linke) und der SPD. In Kreisen und Städten kam die CDU auf 40,9 Prozent, die PDS auf 24,6 und die SPD auf 15,6 Prozent, FDP und Grüne auf 4,7 sowie 3,5 Prozent.

Zur Europawahl traten seinerzeit in Thüringen 31 Parteien und politische Vereinigungen an, 14 mehr als vor fünf Jahren. Im Jahr 2004 lag die Beteiligung bei 53,7 Prozent. Von 785 Abgeordneten aus 27 Nationen kommen 99 aus Deutschland und vier aus Thüringen.

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2009, 14:43 Uhr

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